Barcode-Ean Code

Kategorisierung:Kodierungen / symbolbasiert
Herkunft / Verwendung:Konsumgüter werden einheitlich mit dem GTIN-Strichcode (Global Trade Item Number), ehemals EAN-Code (European Article Number) versehen, um sie an Scannerkassen schnell erfassen zu können. Die Nr. besteht aus 8 bzw. 13 Ziffern, wobei die ersten durch eine Organisation fest vergeben werden und häufig einen Ländercode (z. B. 400 bis 440 für Deutschland) oder Produktartcode (z. B. 978 für Bücher) ist.

Die Nutzdatenlängen sind 7 (ISSN: Pressecode ohne Prüfziffer), 8 (EAN-8/GTIN-8/UPC/JAN-8: Kurz-EAN für Produkte), 9 (ISSN-Presse = 5-st. Titelnr. + 4-st. Preis in Cent für Zeitungen und Zeitschriften), 10 (ISBN-10 für Bücher), 12 (EAN-12/UPC-A/GTIN12 für Produkte aller Art) oder 13 (EAN-13/GTIN-13/ISBN-13 für Produkte aller Art).

Beschreibung des Algorithmus

Ein EAN13-Barcode besteht aus 95 gleich breiten Bereichen (Strichen), die jeweils weiß oder schwarz seind. Dabei steht weiß für ein 0-Bit und schwarz für ein 1-Bit.

Die langgezogenen Balken am Anfang und am Ende bestehen je aus 3 Strichen (Bits: 101), der langgezogene Balken in der Mitte aus 5 Strichen (Bits: 01010). Die Ziffernbalken (jeweils 6 links und rechts) bestehen jeweils auf 7 Bits. Insgesamt hat ein EAN13-Barcode also 95 Bereiche / Striche, die weiß oder schwarz sein können.

Jede Ziffer wird mittels sieben Bit repräsentiert. Diese sind so gewählt, dass je zwei Linien und zwei Freiräume eine Ziffer darstellen. Die Information ist in der Breite der Linien und der Leerzeichen kodiert. Die Ziffern auf der linken Seite werden so kodiert, dass sie immer mit einem Freiraum (0) anfangen und einer Linie (1) enden; die auf der rechten Seite beginnen immer mit einer Linie und enden mit einem Leerzeichen.

Auf der rechten Seite sind alle Ziffern mit einer Dualzahl kodiert, welche eine gerade Quersumme hat. Auf der linken Seite dagegen wird durch eine spezielle Abfolge von gerade und ungerade eine weitere dreizehnte Ziffer kodiert, welche die erste Stelle der EAN ist. Auf dem Strichkode steht sie als Ziffer geschrieben vor dem linken Randmarker.

Die erste Ziffer auf der linken Seite ist dabei immer ungerade kodiert, um dem Scanner die Leserichtung des Barcodes mitzuteilen. Es ist also gleichgültig, in welcher Richtung der Artikel über das Lesegerät geführt wird, die Dekodiereinrichtung dreht sich intern den Code zurecht.

Die Zuordnung geschieht nach folgender Tabelle:





Ziffer
MusterLinienbreitenabfolge

Kodierung
der
13. Ziffer
linksrechtslinks
ungerade
bzw.
rechts
links ger.
 
ungerade
Quersumme
gerade
Quersumme
(gerade
Quersumme)
000011010100111111001032111123UUUUUU GGGGGG
100110010110011110011022211222UUGUGG GGGGGG
200100110011011110110021222212UUGGUG GGGGGG
301111010100001100001014111141UUGGGU GGGGGG
401000110011101101110011322311UGUUGG GGGGGG
501100010111001100111012311321UGGUUG GGGGGG
601011110000101101000011144111UGGGUU GGGGGG
701110110010001100010013122131UGUGUG GGGGGG
801101110001001100100012133121UGUGGU GGGGGG
900010110010111111010031122113UGGUGU GGGGGG

Beispiel

Klartext:4002590140452
Kodiert:

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (DeCoder / Encoder / Solver-Tool)

Zulässige Eingabelängen sind 7 (ISSN: Pressecode ohne Prüfziffer), 8 (EAN-8/GTIN-8/UPC/JAN-8: Kurz-EAN für Produkte), 9 (ISSN-Presse = 5-st. Titelnr. + 4-st. Preis in ct. für Zeitungen und Zeitschriften), 10 (ISBN-10 für Bücher), 12 (EAN-12/UPC-A/GTIN12 für Produkte aller Art) oder 13 (EAN-13/GTIN-13/ISBN-13 für Produkte aller Art). Die Prefix-Codes werden ggf. automatisch gesetzt.