Fenster Chiffre

Kategorisierung:Kodierungen / symbolbasiert
Herkunft / Verwendung: Als Vorlage für die einzelnen Zeichen der Fenster-Chiffre dienen Quadrate, die durch zwei Geraden in vier Viertel geteilt wurden, in deren Mitte manchmal ein Punkt gesetzt wird. Dadurch ergeben sich zahlreiche Kästchenmuster, die mit den Buchstaben des Alphabets besetzt werden. Die Chiffre lässt sich gut auf kariertem Papier zeichnen.

Die Chiffre wurde bereits 1685 von Johannes Balthasar Friderici in seinem Werk Cryptographia, oder, geheime schrifft- münd- und würckliche Correspondentz : welche lehrmässig vorstellet eine hochschätzbare Kunst verborgene Schriften zu machen und auffzulösen beschrieben.

In seinem Buch beschreibt Friderici auch, wie man die Chiffre zur Steganografie benutzen kann, indem man damit zum Beispiel eine Fensterfassade zeichnet.

Übersetzung der Buchstaben / Geheimzeichen


Skizze von Johannes Balthasar Friderici, 1685. Das damalige Alphabet kannte noch keine Zeichen für J und V.



Umsetzungstabelle, ergänzt durch noch freie Ersetzungszeichen nach selbem Muster für J und V.



Umsetzungstabelle, alphabetisch sortiert

Beispiele


Klartext: W I R H A
B E N K E
I N P U L
U E R M E
H R                (Wir haben kein Pulver mehr)
Kodiert:

Klartext:Beis
piel
klar
text
Kodiert:

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (Decoder / Encoder / Solver-Tool)

Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links

Friderici, Johannes Balthasar: Cryptographia, Rebenlein 1685, S. 217