Spaltentausch Chiffre

Kategorisierung:Klassisch / Transposition
Herkunft / Verwendung:Die Spaltentausch-Chiffre (oder auch Transpositions-Chiffre) werden die Position der Buchstaben getauscht. Dies geschieht, indem man die Buchstaben zeilenweise niederschreibt und dann spaltenweise ausliest. Die Reihenfolge der auszulesenden Spalten wird direkt angegeben (z. B. Schlüssel '21543') bzw. ergibt sich aus dem Passwort und entspricht der Position eines Buchstabens im Schlüssels in der Reihenfolge, wenn man diesen alphabetisch sortiert.

Auch wenn Leer und Sonderzeichen mit transponiert werden, empfiehlt es sich, diese vorher zu löschen und nur Großbuchstaben zu verwenden, weil ansonsten leichter auf den Klartext zurückzuschließen ist.

Im englischen wird diese Chiffre als Complete Columnar Transposition Cipher bzw. Incomplete Columnar Transposition Cipher bezeichnet, je nachdem, ob die Matrix komplett gefüllt ist, oder nicht.

Der französische Offizier Émile Victor Théodore Myszkowski beschrieb diese Chiffre 1902 in seinem Werk Cryptographie Indéchiffrable.
Kryptoanalyse: Brechen von Transpositions Chiffren
Brechen von Spaltentausch-Chiffren mit längeren Schlüsseln

Beschreibung des Algorithmus

Zuerst wird der Schlüssel niedergeschrieben, eine Ziffer pro Spalte. Dann werden die Buchstaben des Klartextes, je einer pro Spalte, daruntergeschrieben. Ist eine Zeile voll, wird bei der nächsten weiter gemacht.

Sind alle Klartextbuchstaben verteilt, liest man nun spaltenweise von oben nach unten zuerst die Spalte Nr. 1, danach die Spalte Nr. 2 usw. und notiert diese.

Beispiel

Klartext:Beispielklartext
Schlüssel:21543
Chiffrat:eerBiatplxskeilt
Beispielklartext <- Klartext 2 1 5 4 3 B e i s p i e l k l a r t e x t ^-------------- 1. eer ^---------------- 2. Biat ^-------- 3. plx ... eerBiatplxskeilt <- Chiffrat

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (DeCoder / Encoder / Solver-Tool)

Der Schlüssel darf nur aus fortlaufenden Ziffern von 1 bis 9 bestehen, wobei jede Ziffer nur einmal vorkommen darf und keine Ziffer ausgelassen werden darf. Gültig wäre z. B. der Schlüssel '21543'. Auch wenn Leer und Sonderzeichen mit transponiert werden, empfiehlt es sich, diese vorher zu löschen und nur Großbuchstaben zu verwenden, weil ansonsten leichter auf den Klartext zurückzuschließen ist.



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links

Fumy, Walter und Rieß, Hans Peter: Kryptographie: Entwurf, Einsatz und Analyse..., Oldenbourg Verlag 1988, S. 40
Laffin, John: Codes and Ciphers - Secret Writing Through the Ages, Abelard-Schuman Verlag 1964, S. 91
Gaines, Helen Fouché: Cryptanalysis, Dover Verlag New York 1956, S. 37
Gardner, Martin: Codes, Ciphers and Secret Writing, Dover Verlag New York 1972, S. 17