Alphabetum Kaldeorum Geheimschrift

Kategorisierung:Kodierungen / schriftbasiert
Herkunft / Verwendung: Das Alphabetum Kaldeorum ist eine der bekanntesten Geheimschriften des Mittelalters. Der Name verweist auf das Volk der Chaldäer, dem man geheimnisvolles und magisches Wissen nachsagte. Heute wird eine vollständige Fassung des Alphabetum Kaldeorum in einer Handschrift aus dem Jahre 1428 in der Universitätsbibliothek München (Cod. 4º 810, fol. 41v) aufbewahrt.

Das Alphabetum Kaldeorum war in erster Linie zur Verschlüsselung diplomatischer Korrespondenz gedacht. Entsprechend seiner Zeit und dem damals verwendeten lateinischem Alphabet fehlen Buchstaben. Das J wurde wie ein I geschrieben, das U wie ein V und ein W als zwei V hintereinander (VV).

Ein Beispiel für die Verwendung des Alphabetum Kaldeorum ist die Grabplatte von Herzog Rudolf IV. im Wiener Stefansdom, die dessen Namen und Titel wiedergibt. Es heißt, der Herzog sei ein Liebhaber vom Geheimschriften gewesen.

Übersetzung der Geheimschrift / Geheimzeichen

Beispiel

Klartext:almechtiger got und gewaltiger herr jesus christus ein schepher
Kodiert:
Zum Vergleich:

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (DeCoder / Encoder / Solver-Tool)



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links

Meister, Aloys: Die Anfänge der modernen diplomatischen Geheimschrift, Schöningh Verlag Paderborn, 1902, S. 11