Kryptogramm des Piraten La Buse

Das Leben des Piraten La Buse


Der berüchtigte französische Pirat "La Buse" (französisch für "Der Bussard") hieß mit bürgerlichem Namen eigentlich Olivier Le Vasseur oder Levasseur, wurde 1680 in Calais, Nordfrankreich geboren und kam am Juli 1730 in Saint-Paul auf Réunion durch den Strang ums Leben.

Wie es sich für einen anständigen Piratenkapitän gehörte, hatte er natürlich auch noch weitere Pseudonyme: La Bouche ("der Mund"), Louis Labous, La Bouse, La Bouche, La Buze, Le Boose und Louis de Boure. La Buse kommandierte ab 1716 die Sloop "Postillon", fliehte dann aus dem Atlantik vor der französischen und britischen Marine und machte ab 1720 den indischen Ozean unsicher.

La Buse war Mitglied der "Flying Gang" der "Republic of Pirates", die sich in Providence auf den Bahamas ihren Heimathafen hatte. Zur Gang gehörte auch weitere berüchtigte Piraten wie Blackbeard, Charles Vane, Sam Bellamy, Paulsgrave Williams, Stede Bonnet, Benjamin Hornigold, Henry Jennings, Calico Jack Rackham, Mary Read und Anne Bonny. Wer spielerisch in diese Zeit eintauchen will, dem empfehle ich das Computerspiel Assassin Creed IV - Black Flag, bald auch als Lets-Play auf cool-web.de.

Doch bald wurde es wegen der durch die Großmächte aufgerufenen Piratenjagd zu gefährlich in der Karibik und La Buse floh mit vielen anderen Kapitänen aus der Gegend. Zusammen mit Thomas Cocklyn und Howell Davis segelte La Buse über den Golf von Guinea, wo er ein paar Schiffe kaperte und die Handelsniederlassung der Royal African Company auf Bunce Island in Sierra Leone plünderte.


Mit dem Schiff "Indian Queen" erlitt La Buse dann Schiffbruch und wurde von Kapitän Edward England an Bord genommen. Zusammen mit Piraten-Kapitän John Taylor heckte er neue Pläne für Plünderungen im Indischen Ozean aus. Es gab aber Streit und La Buse und Taylor wollten England loswerden, indem sie ihn auf Mauritius aussetzen würden.

Vorher ging es aber auf die Insel Bourbon, bekannt für ihren Vanille-Export und heute den Namen Réunion tragend. Hier kam das Piraten-Gespann am 20. April 1720 an.

Zusammen machten Taylor und La Buse in der Gegend reiche Beute. Unter anderem überfielen sie das sehr mächtige Schiff Nossa Senhora do Cabo e São Pedro, dass seine Stärke mit 72 Kanonen aber nicht ausspielen konnte, da es in Saint-Denis zur Reparatur lag. So wurde es ein leichteres Opfer, die Eroberung war aber trotzdem kein leichter Kampf.

Mit der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro reisten der Vize-König von Portugiesisch-Indien und Graf von Ericeira Luís Carlos Inácio Xavier de Meneses und der Erzbischof von Goa Dom Sebastião de Andrade Pessanha, die so einiges an Ladung dabei hatten: Diamanten, Schmuck, Gold- und Silberbarren, Perlen und Edelsteine, edle Stoffe, Gewürze, edle Möbel. Außerdem soll sich das mehr als hundert Kilogramm schwere Goldene Kreuz der Kathedrale von Goa unter der Fracht befunden haben. Schätzungen wäre das alles heute über fünf Milliarden Euro wert.

Für den Grafen von Ericeira ließen sich die Piraten zudem ein Lösegeld von 2000 Piastern zahlen, die der Gouverneur der Insel Bourbon vorstreckte. Mit dieser reichen Beute und dem Schiff hatten sie anscheinend noch nicht genug und kaperten weitere Schiffe, die Ville d’Ostend und die La Duchesse de Noailles, plünderte eine Festung in der Bucht von Delagoa (heute Maputo) und entführten dort den holländischen Hydrographen Jacob de Bucquoy.

Auf der Fahrt nach Madagaskar zerstritten sich Taylor und La Buse und die beiden gingen getrennte Wege. Wie der riesige Schatz der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro unter den beiden oder unter den Mannschaften aufgeteilt wurde, ist nicht bekannt. Eventuell wurde La Buse auch um seinen Anteil betrogen.

La Buse ließ sich ab diesem Zeitpunkt auf der Insel Sainte Marie auf. Einige Zeit später, 1724, gab es ein Amnestie-Angebot des König von Frankreich und des Gouverneurs von Bourbon an alle Piraten, die der Piraterie abschwören, den Großteil ihrer Beute zurückgeben und ein gesittetes Leben auf Bourbon führen würden.

Einige Quellen (1) sagen, dass La Buse dieses Angebot annahm, sich aber nicht an die Abmachung, auf Borubon umzusiedeln, hielt. Sondern er blieb auf Sainte Marie. Allerdings führte er auch keine Plünderungen mehr durch.

Andere Quellen (2) sagen wiederum, das La Buse selbst an den Verhandlungen der Amnestie teilnahm, diese aber dann nicht annahm. Was ein bisschen unlogisch klingt.

La Buse verdingte sich danach als Lotse in der Bucht von Antongil auf Madagaskar. Dabei geriet er 1729 an den Kapitän Dhermitte des Schiffes La Méduse der ostindischen Kompanie, der ihn wiedererkannte und ihn fangen und in Fuß-Ketten legen ließ. So wurde er nach Bourbon (heute Réunion) überführt. Gegenüber dem neuen Gouverneur, Pierre-Benoît Dumas, verweigerte er die Aussage.


Trotz Amnestie wurde La Buse zum Tode durch Hängen verurteilt. Das Vollstreckungsdatum wurde auf den 7. Juli 1730 festgelegt und um 17 Uhr 5 endete das Leben des berüchtigten Piraten-Kapitäns La Buse.

Im Gedenken an ihn (oder um den Tourismus zu fördern) errichtete man auf dem zwei Generationen nach seinem Tod 1788 gegründeten Friedhof ein symbolisches Grab mit seinem Namen darauf.

Die Legende um den Piraten-Schatz des La Buse

Fakt ist, dass die wertvolle Ladung der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro nie gefunden wurde, zumindestens wurde niemals darüber berichtet. Es wäre aber auch möglich, dass der Schatz gehoben und unterschlagen wurde. Wahrscheinlicher aber ist, dass er irgendwo noch existiert und dies in der Nähe von Madagaskar.



Die wahrscheinlichste Vermutung ist, dass La Buse den Schatz zwischen 1924 und 1929 versteckt hat und das zwischen Madagaskar (die kleine Insel Sainte Marie liegt direkt östlich Madagaskars) und Bourbon bzw. Reunion.

Die Legende besagt aber auch, dass La Buse Nach seinem Prozess in St. Denis beim Überschreiten der Brücke des Baches, der Ravine à Malheur seinen Bewachern gegenüber erwähnt haben soll:
Mit dem, was ich hier versteckt habe, könnte ich diese ganze Insel kaufen.
Später, als er schon am Galgen hing, soll er kurz vor seinem Tod ausgerufen haben:
Mes trésors à qui saura comprendre!

(Mein Schatz demjenigen, der dies versteht!)
und im selben Augenblick einen Zettel mit einem Kryptogramm in die Menge vor dem Schafott geworfen haben, dass er zuvor in einem Halsband verbarg.

Soweit die romanreife Legende, die über den legendären Schatz von La Buse erzählt wird.

1923 war Charles de La Roncière Konservator der französischen Nationalbibliothek. Er wurde von dem Neffe einer gewissen Mrs. Rose Savy von den Seychellen kontaktiert, die das folgende Kryptogramm in einem Pariser Archiv gefunden hat. Es wurde von Roncière ins späte Siebzehnte bis frühe Achzehnte Jahrhundert datiert.



Bei dem vorgelegten Kryptogramm handelt er sich wohl nicht um das Original, sondern um eine Kopie. Ob es das Kryptogramm von La Buse originalgetreu wiedergibt, lässt sich nicht bestimmen.

Die lebendig erzählte Legende und die Aussicht auf einen Milliarden-Schatz hat aber viele Schatzjäger und Glücksritter dazu veranlasst, auszuziehen, um nach dem sagenhaften Schatz von La Buse zu suchen.

Legende oder Wahrheit?

Doch was ist an der Legende dran? Hat es sich wirklich so zugetragen? Oder ist es einfach nur eine schöne Piraten-Geschichte, die man sich da seit Generationen weitererzählt? Es stellen sich schon ein paar kritische Fragen: Es könnte doch auch sein, dass es gar keinen Schatz von La Buse gibt, dessen Schlüssel das Kryptogramm ist, denn

Dechiffrierung des Kryptogramms

Die Geheimschrift, in der das Kryptogramm abgefasst ist, sieht sehr nach der Freimaurer Chiffre aus. Die Verwendung dieser Chiffreschrift war in der Freimaurerei des 18. Jahrhunderts gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit. Die Verwendung dieser Chiffre passt schon in die Zeit von La Buse. Die Erste Großloge von England entstand zum Beispiel 1717 durch einen Zusammenschluss von vier alten Freimaurerlogen aus London und Westminster. Die Freimaurer Chiffre wird es da wohl schon gegeben haben.

Darf man der Datierung des Kryptogramms durch Charles de La Roncière auf um 1700 Glauben schenken, dann passt auch dies in die Zeit. Es kann gut sein, dass La Buse bei einer seiner Plünderungen auf eine Beschreibung der Freimaurer Chiffre traf und diese fortan für eigene Zwecke verwendete.

Das englische System der Freimaurer Schrift, auch Winkelschrift genannt, sah damals so aus:

Englisches Kodierungsschema:


Buchstaben-Entsprechungen:
  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Schlüssel: AB CD EF GH IJ KL MN OP QR ST YZ UV WX


Der Pirat La Buse tauschte einfach nur die Punkte aus: wo vorher ein Punkt am Buchstaben war, wurde dieser entfernt; und wo keiner war, fügte er einen hinzu:

La Buses Kodierungsschema:


Buchstaben-Entsprechungen:
  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Schlüssel: BA DC FE HG JI LK NM PO RQ TS ZY VU XW

Der Schlüssel sind die Buchstabenpaare, zuerst die aus dem Neuner-Gitter, dann die aus dem Kreuz, oben links beginnend, erst nach rechts, dann Zeile für Zeile.

Um sich die Dechiffrierung einfacher zu machen, insbesondere beim Versuchen von mehreren Schlüsseln, habe ich folgendes System zur Eingabe der Symbole, die natürlich nicht auf der Tastatur zu finden sind, ersonnen: Auf dem Nummernblock der Tastatur wird immer die Ziffer eingegeben, die für die offene Ecke bzw. Kante steht: 7 steht zum Beispiel für oben links offen, 1 für unten links offen, 6 für rechts offen, 5 für die Mitte (Quadrat).
Enthält das Freimaurerzeichen einen Punkt, folgt auf die Ziffern auch ein Punkt. Zwei Punkte im Symbol entsprechend zwei folgenden Punkten oder einen Doppelpunkt.
Die Kreuzelemente (\/, >, <, /\) werden als 8, 4, 6, 2 (offene Seite) mit einem nachfolgenden - eingegeben, es sei denn, sie sind mit einem Punkt gekennzeichnet, dann folgt ein + (bzw. zwei + bei zwei Punkten) statt eines -.

So umgesetzt ergibt sich für die 17 Zeilen des oben abgebildeten La Buse-Kryptogrammes folgender Code:

01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
7.239.D1.9.2+6+19.27.5.39.89.25.52.18-5.39.8+6.9.8-
Z82.9.6+38+3.9.8+9.7.58-9.8-9.8.49.3.7.696+19.6.8.38
95.6885.18+45.9.18-9.8.6+239.19.2+6+19.8.6+665.9.39.
89.1.5.9.669.9.92.6-8-39.92.6+8+9.197.5.8-9.8+6+19.2.14.7.8-
1.9.8-8-9.2-8+6+36+9+27+8+7.5.9.89.67.29.38.8-5.8-2.6.8.1
6-26+69.8-266-8+239.19.2+Z69.8-8.7.8+8+9.8.6.369.8.4
9.1.5.15.697.6+8-3.2.9.6+8-8-2.5.87.12.5.8-5.9.8.2.6+6+9.
22.6-39.129.8.4.9.36+19.99.1.1.9.8439.148-62.6+8+17.6-9.
34+7.4-8.6.8+8+9.39.367.82.77.4+8.4.9.7.9.8-22.6+369.
14.37.7.5.9.8-22.39.25.14.69.2.6+9.5.6+5.69.8-6+362+3
9.5.6512.6+367.5.39.25.8-9.36+18.45.9.18-6+23.6+1
69.19.189.67.1.9.389.75.9.18-9.8.59.9.8-8+6+336+
16-2.6-69.13.6+5.615.8+9.5.6+896.6+6+1999.1.1.33.
5.6-3.6+8-8+9.97.5.39.86+141.9.8-8+9.89.8-9.8+6+839.
87.18+86+6+5.2.2.6+3+182.31.5.36+142.1.1.3
9.8+8+8.961.1./2697.6+8-139.1839.6+863.
6+6+185.996+33.9.8.5.9.9.9.6+38-9.8-69.8+6


Natürlich kann ich bei der Übersetzung Fehler gemacht haben. Manchmal ist die Interpretation auch nicht einfach. So gibt es zweimal das Zeichen "2", dass ich im Code mit einem "Z" gekennzeichnet habe und einmal ein "D" und einmal ein "/". Zudem gibt es in Zeile 14 ein Zeichen, dass aussieht, wie aus zwei Zeichen verschmolzen, ich habe beide eingegeben. In Zeile 15 gibt es auch noch einen Kreis, den ich aber für ein Papierfehler halte, darum wurde hier auch Platz um den Kreis gelassen.

Zudem hat das Papier einige Fussel und Punkte, gerade letztere könnte man für ein Punkt im Code halten. Die Papierfehlerpunkte sind zwar meist dünn, aber auch die Code-Punkte sind nicht immer dick gezeichnet. Zudem sitzen die Code-Punkte nicht immer in der Mitte. Vielleicht wurde ja auch bei Seegang gezeichnet und da war das exakte Setzen der Punkte nicht immer ganz einfach?

Wer möchte, kann das Kryptogramm oben selbst übersetzen und dann hier mit dem nachfolgender Dekoder entschlüsseln. Der Schlüssel ist bereits auf die La Buse-Chiffre eingestellt. Es muss nur der Code unter Eingabe ersetzt und dann auch "Eingabe dekodieren" geklickt werden. Offensichtliche Fehler von mir bitte melden (siehe Ende der Seite).

Entschlüsselt kommt dann ein französisch anmutender Text heraus:
APRE(D?)MEWUNEPAIREDEPIJONTIRESKET (Z?)DOEURSQESEAJTETECHEQALFUNEKCRD FILDDINSHIENTECUPRENEWUNECULLIERE DEMIELLEEFOVTREFOUSENFAITESUNEONGAT METTEXSURUEPASAIEDELAPERCTITOKCN VPULETPLVSPRENEW(Z?)LETCASSECKRLECH EMINILFAUTQOEUTTOIDANOITIECOUUE POVRENPECGERUNEFEMMEDHRENHTLOUSNAVE RYAZCKSSERERLADOBAYCGEAETPOURLE NGRAAIETPOREPINGLEOUEIUILETURLWR EILJNOURLAIREPITERUNCHIENTUPQUN LENENDELAMERDEBIENTECJEETSURRU NVOVLENQUILNISEIUDFKUUNFFEMMRQ IVQUTSEFAIREDUNHMETSEDETESUDRE DANSDUUIOOUQNDORMIRUNHOMMR ESSCFLMM(/?)PLFAUTNRENDREUDLQ UUNDIFFURQECIEEEURTETLESL
Wenn man statt des W ein Z schreibt, was zwar nicht ganz in das Muster mit den vertauschten Punkten im Code übereinstimmt, aber durchaus plausibel ist, da sich das W erst später im Alphabet durchsetzte und vielleicht ausgelassen wurde. Und wenn man an logischen Stellen Leerzeichen einfügt und die Zeichen 2, / und D passend umformt, dann kann man wie jüngst Nick Pelling auf folgenden Text kommen (6):
aprè jmez une paire de pijon tiresket 2 doeurs sqeseaj tête cheral funekort filttinshientecu prenez une cullière de mielle ef ovtre fous en faites une ongat mettez sur ke patai de la pertotitousn vpulezolvs prenez 2 let cassé sur le che min il faut qoe ut toit a noitie couue povr en pecger une femme dhrengt vous n ave eua vous serer la dobaucfea et pour ve ngraai et por epingle oueiuileturlor eiljn our la ire piter un chien tupqun lenen de la mer de bien tecjeet sur ru nvovl en quilnise iudf kuue femm rq i veut se faire dun hmetsedete s/u dre dans duui ooun dormir un homm r esscfvmm / pl faut n rendre udlq u un diffur qecieefurtetlesl
Leider ist mein Französisch schon sehr eingerostet, so dass ich Google Translate bemüht habe, mir den Text ins Deutsche zu übersetzen. Dies ergibt:
Übersetzung Französisch Google Translate:
Danach fügen Sie ein Paar Pejon-Reifen hinzu
2 Schwestern Sqeseaj Kopf Cheral Funekort
filttinshientecu nehmen Sie Platz
Von Honig ef ovtre Narren machen es zu einem Ongat
ke patai des pertotitousn anziehen
vpulezolvs nehmen 2 kaputte lassen auf den che
Mindestens ist es notwendig, dass das Dach halb genäht ist
POVR beim Pegging einer Frau, die du nicht hast
eua sere la dobaucfea und für ve
ngraai und por pin oueiuileturlor
eiljn unser la ire pit a dog tupqun
Lenen vom Meer des guten Tecjeet auf ru
nvovl in quilnise iudf kuue femm rq
Ich möchte ein hmetsedete s/u dre machen
in duui ooun schlafen ein Mann r
esscfvmm / pl muss udlq rendern
Du bist ein Diffur qecieefurtetlesl
Auch der DeepL fördert keine wirkliche Beschreibung zutage, wo und wie der Schatz zu finden ist:
Übersetzung Französisch DeepL:
nach jmez ein paar pijon tiresket
2 Schwestern sqeseaj Kopf cheral funekort
filttinshientecu nehmen Sie einen Löffel.
von Honig ef ovtre Narren machen daraus eine Ongat
legen Sie auf den Patai des Pertotitousn
vpulezolvs nehmen Sie 2 gebrochene Buchstaben auf dem Rücken.
Sie müssen das Dach mit einem Tropfen Wasser füllen.
Sie können eine Frau aus dem Haus locken.
Sie haben die Möglichkeit, sich in die Wohnung zu begeben.
ngraai und por epingle oueiuileturlor
eiljn our la ire piter un chien tupqun
lenen de la mer de bien tecjeet sur ru
nvovl en quilnise iudf kuue femm rq
i will sich dun hmetsedete s/u dre
in duui ooun schlafen ein mann r
esscfvmm / pl muss n zurückgeben udlq
u ein diffur qecieefurtetlesl
Wenn man Google Translate auffordert, als Ausgangssprache Kreolisch, die auf Mauritius, also in der Gegend von Reunion gesprochen wird, eröffnet sich ein wenig mehr Sinnhaftes:
Übersetzung kreolisch Google Translate:
nach jmez schoss ein paar tauben
2 Tage vor der Abreise, Cheral Funekort
filttinshientecu nimm einen Löffel
Das Beste ist, wenn alles klar ist und ein einziges Mal fertig ist
Stellen Sie sicher, dass Sie das Pertotitousn bekommen
vpulesolvs nehmen 2 Betten kaputt auf dem Che
Min il faut qoe ut toit a noitie couue
arm und sündig eine Frau dhrengt dich n ave
eua du ziehst die dobaucfea und für ve an
ngraai et por epingle oueiuileturlor
eiljn unser la ire Peter ein Hund Tupqun
Leinen des Meeres von Well Tecjeet auf ru
nvovl in quilnise iudf kuue femm rq
Ich möchte ein Hmetsedete s/u dre werden
In zwei Stunden schläft ein Mann
esscfvmm / pl faut n render udlq
oder ein anderes qecieefurtetlesl
Vielleicht handelt es sich auch um einen speziellen Dialekt, der zu der Zeit von La Buse gesprochen wurde. Viel Sinn ergibt er auf jeden Fall nicht für mich. Aber vielleicht kann ein Sprachkundiger aus der Gegend mehr herauslesen. Ich bezweifle aber, dass dies schnurstracks zum Schatz führen wird. Und wenn doch, dann freue ich mich natürlich über das eine oder andere Milliönchen vom Finder als Dank ;)

Dechiffrierung nach Charles Bourel de la Roncière

Die Dechiffrierung nach Charles Bourel de la Roncière, die er in seinem Buch Le Flibustier mystérieux: Histoire d'un trésor caché von 1943 aufführt, sieht so aus:


(Quelle: (9))

1. Prenez une paire de pijon virez les 2 cœurs... tête cheval... une kort fil winshient écu prenez une cullière de mielle .. outre vous en faites une ongat mettez sur le pasage de la............... ............. prenez 2 liv cassé sur le ch- (ch)emin, il faut ..... toit à moitié couvé pour empecher une femme ....... vous n’avé qu’à vous serer la .................. pour ve- nir ........ épingle ... juilet ..... ......... faire piter un chien turq un ..... de la mer.. bien sèche et sur .. ........................ k’unne femme q- (qu)i veut se faire d’un ................. dans .......... dormir un homm(e) r .......... faut rendre ... q (q)u’un diffur (?) ...............
was sich übersetzt zu:
1. Nehmen Sie ein Paar Heringe und entfernen Sie sie
2 Herzen...Pferdekopf...ein Kort
Draht-Winshient-Schild, nehmen Sie eine Cullière
Honig ... außerdem machst du daraus einen Ongat
auf den Weg des............ bringen
............. nimm 2 kaputte Liv auf den CH-
(ch)emin, es ist notwendig ..... halbgedecktes Dach
Eine Frau zu verhindern....... hast du nicht
Ich würde gerne da sein, um dich zu sehen...
nir........pin...july.....
......... um einen türkischen Hund anzugreifen
.....vom ??Meer...sehr trocken und weiter...
........................ k’unne femme q-
(wer) möchte ein ........ machen
in .......... schlafender Mann
.......... muss zurückkehren ... q
(q)u’un diffur (?) .........
Es fällt aber schon auf, dass Roncière hier einfach Stellen auslässt und durch ... ersetzt und zum anderen einfach Buchstaben vereinzelt gegen andere tauscht, damit das Wort halbwegs einen Sinn ergibt. Natürlich könnte man sagen: da hat der Autor einen Kodierungsfehler gemacht, den man nur wieder bereinigen will, aber mir persönlich geht das zu weit.

Nichtsdestotrotz gibt auch diese Interpretation von Roncière, so will ich diese "Dechiffrierung" mal nennen, nichts her, was zur Schatzsuche taugen würde. Eher scheint es sich um ein Rezept für einen Liebestrank oder ähnliches zu handeln.

Ein zweites Kryptogramm


Im Internet tauchte vor einigen Jahren das Foto eines zweiten Kryptogrammes auf (siehe Bild rechts). Dieses enthält die selben 17 Zeilen wie das bereits hier vorgestellte, aber zusätzlich 5 weitere Zeilen:
un bon verre dans l’hostel de l'évêque dant(S)
le siege du diable r(Q)uarar(N)te siz(X) degrés
f(S)iz(X) minutes deuz(X) fois
pour celui qui le decouvrira
juillet mil sept cent (T)rente
was ins englische übersetzt ergibt: (8)
a good drink in the bishop’s hostel in
the devil’s seat forty six degrees
six minutes two times
for the person who will discover it
july 1730
Wem kommt dieser Text auch bekannt vor? Sicher Lesern von "The Gold Bug" von Edgar Allen Poe, in dem der Klartext eines mit dem Gold Bug Chiffre chiffrierten Text lautet:
A good glass in the bishop's hostel in
the devil's seat twenty-one degrees
and thirteen minutes northeast and by north
main branch seventh limb east side shoot
from the left eye of the death's-head
a bee line from the tree through
the shot fifty feet out.
Damit dürfte klar sein, dass es sich um einen Fake, einen Hoax oder einen Werbegag handelt. La Buse konnte 1730 unmöglich von der Kurzgeschichte, die Edgar Allan Poe schreiben würde und die 1843 erstmals im "Dollar Newspaper" veröffentlicht wurde, gewusst haben; es sei denn, er konnte jahrhunderteweit in die Zukunft schauen. Da wollte eher der Autor des zweiten Kryptogramms eine spannende Geschichte kreieren und hat sich gleich an zwei anderen Stellen bedient, die erfolgversprechend aussahen.



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links