Kryptogramm des Piraten La Buse
| Kategorisierung: | Kodierungen / symbolbasiert |
| Siehe auch: | Freimaurer Geheimschrift, Gold Bug Chiffre, Rosenkreuzer Geheimschrift, Illuminati Geheimschrift, Tic-Tac-Toe-Code, Terzi Nachtschrift, Kästchen-Code |
Das Leben des Piraten La Buse

Der berüchtigte französische Pirat "La Buse" (französisch für "Der Bussard") hieß mit bürgerlichem Namen eigentlich Olivier Le Vasseur oder Levasseur, wurde 1680 in Calais, Nordfrankreich geboren und kam am Juli 1730 in Saint-Paul auf Réunion durch den Strang ums Leben.
Wie es sich für einen anständigen Piratenkapitän gehörte, hatte er natürlich auch noch weitere Pseudonyme: La Bouche ("der Mund"), Louis Labous, La Bouse, La Bouche, La Buze, Le Boose und Louis de Boure. La Buse kommandierte ab 1716 die Sloop "Postillon", fliehte dann aus dem Atlantik vor der französischen und britischen Marine und machte ab 1720 den indischen Ozean unsicher.
La Buse war Mitglied der "Flying Gang" der "Republic of Pirates", die sich in Providence auf den Bahamas ihren Heimathafen hatte. Zur Gang gehörte auch weitere berüchtigte Piraten wie Blackbeard, Charles Vane, Sam Bellamy, Paulsgrave Williams, Stede Bonnet, Benjamin Hornigold, Henry Jennings, Calico Jack Rackham, Mary Read und Anne Bonny. Wer spielerisch in diese Zeit eintauchen will, dem empfehle ich das Computerspiel Assassin Creed IV - Black Flag, bald auch als Lets-Play auf cool-web.de.
Doch bald wurde es wegen der durch die Großmächte aufgerufenen Piratenjagd zu gefährlich in der Karibik und La Buse floh mit vielen anderen Kapitänen aus der Gegend. Zusammen mit Thomas Cocklyn und Howell Davis segelte La Buse über den Golf von Guinea, wo er ein paar Schiffe kaperte und die Handelsniederlassung der Royal African Company auf Bunce Island in Sierra Leone plünderte.

Mit dem Schiff "Indian Queen" erlitt La Buse dann Schiffbruch und wurde von Kapitän Edward England an Bord genommen. Zusammen mit Piraten-Kapitän John Taylor heckte er neue Pläne für Plünderungen im Indischen Ozean aus. Es gab aber Streit und La Buse und Taylor wollten England loswerden, indem sie ihn auf Mauritius aussetzen würden.
Vorher ging es aber auf die Insel Bourbon, bekannt für ihren Vanille-Export und heute den Namen Réunion tragend. Hier kam das Piraten-Gespann am 20. April 1720 an.
Zusammen machten Taylor und La Buse in der Gegend reiche Beute. Unter anderem überfielen sie das sehr mächtige Schiff Nossa Senhora do Cabo e São Pedro, dass seine Stärke mit 72 Kanonen aber nicht ausspielen konnte, da es in Saint-Denis zur Reparatur lag. So wurde es ein leichteres Opfer, die Eroberung war aber trotzdem kein leichter Kampf.
Mit der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro reisten der Vize-König von Portugiesisch-Indien und Graf von Ericeira Luís Carlos Inácio Xavier de Meneses und der Erzbischof von Goa Dom Sebastião de Andrade Pessanha, die so einiges an Ladung dabei hatten: Diamanten, Schmuck, Gold- und Silberbarren, Perlen und Edelsteine, edle Stoffe, Gewürze, edle Möbel. Außerdem soll sich das mehr als hundert Kilogramm schwere Goldene Kreuz der Kathedrale von Goa unter der Fracht befunden haben. Schätzungen wäre das alles heute über fünf Milliarden Euro wert.
Für den Grafen von Ericeira ließen sich die Piraten zudem ein Lösegeld von 2000 Piastern zahlen, die der Gouverneur der Insel Bourbon vorstreckte. Mit dieser reichen Beute und dem Schiff hatten sie anscheinend noch nicht genug und kaperten weitere Schiffe, die Ville d’Ostend und die La Duchesse de Noailles, plünderte eine Festung in der Bucht von Delagoa (heute Maputo) und entführten dort den holländischen Hydrographen Jacob de Bucquoy.
Auf der Fahrt nach Madagaskar zerstritten sich Taylor und La Buse und die beiden gingen getrennte Wege. Wie der riesige Schatz der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro unter den beiden oder unter den Mannschaften aufgeteilt wurde, ist nicht bekannt. Eventuell wurde La Buse auch um seinen Anteil betrogen.
La Buse ließ sich ab diesem Zeitpunkt auf der Insel Sainte Marie auf. Einige Zeit später, 1724, gab es ein Amnestie-Angebot des König von Frankreich und des Gouverneurs von Bourbon an alle Piraten, die der Piraterie abschwören, den Großteil ihrer Beute zurückgeben und ein gesittetes Leben auf Bourbon führen würden.
Einige Quellen (1) sagen, dass La Buse dieses Angebot annahm, sich aber nicht an die Abmachung, auf Borubon umzusiedeln, hielt. Sondern er blieb auf Sainte Marie. Allerdings führte er auch keine Plünderungen mehr durch.
Andere Quellen (2) sagen wiederum, das La Buse selbst an den Verhandlungen der Amnestie teilnahm, diese aber dann nicht annahm. Was ein bisschen unlogisch klingt.
La Buse verdingte sich danach als Lotse in der Bucht von Antongil auf Madagaskar. Dabei geriet er 1729 an den Kapitän Dhermitte des Schiffes La Méduse der ostindischen Kompanie, der ihn wiedererkannte und ihn fangen und in Fuß-Ketten legen ließ. So wurde er nach Bourbon (heute Réunion) überführt. Gegenüber dem neuen Gouverneur, Pierre-Benoît Dumas, verweigerte er die Aussage.

Trotz Amnestie wurde La Buse zum Tode durch Hängen verurteilt. Das Vollstreckungsdatum wurde auf den 7. Juli 1730 festgelegt und um 17 Uhr 5 endete das Leben des berüchtigten Piraten-Kapitäns La Buse.
Im Gedenken an ihn (oder um den Tourismus zu fördern) errichtete man auf dem zwei Generationen nach seinem Tod 1788 gegründeten Friedhof ein symbolisches Grab mit seinem Namen darauf.
Die Legende um den Piraten-Schatz des La Buse
Fakt ist, dass die wertvolle Ladung der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro nie gefunden wurde, zumindestens wurde niemals darüber berichtet. Es wäre aber auch möglich, dass der Schatz gehoben und unterschlagen wurde. Wahrscheinlicher aber ist, dass er irgendwo noch existiert und dies in der Nähe von Madagaskar.
Die wahrscheinlichste Vermutung ist, dass La Buse den Schatz zwischen 1924 und 1929 versteckt hat und das zwischen Madagaskar (die kleine Insel Sainte Marie liegt direkt östlich Madagaskars) und Bourbon bzw. Reunion.
Die Legende besagt aber auch, dass La Buse Nach seinem Prozess in St. Denis beim Überschreiten der Brücke des Baches, der Ravine à Malheur seinen Bewachern gegenüber erwähnt haben soll:
Mit dem, was ich hier versteckt habe, könnte ich diese ganze Insel kaufen.Später, als er schon am Galgen hing, soll er kurz vor seinem Tod ausgerufen haben:
Mes trésors à qui saura comprendre!und im selben Augenblick einen Zettel mit einem Kryptogramm in die Menge vor dem Schafott geworfen haben, dass er zuvor in einem Halsband verbarg.
(Mein Schatz demjenigen, der dies versteht!)
Soweit die romanreife Legende, die über den legendären Schatz von La Buse erzählt wird.
1923 war Charles de La Roncière Konservator der französischen Nationalbibliothek. Er wurde von dem Neffe einer gewissen Mrs. Rose Savy von den Seychellen kontaktiert, die das folgende Kryptogramm in einem Pariser Archiv gefunden hat. Es wurde von Roncière ins späte Siebzehnte bis frühe Achzehnte Jahrhundert datiert.

Bei dem vorgelegten Kryptogramm handelt er sich wohl nicht um das Original, sondern um eine Kopie. Ob es das Kryptogramm von La Buse originalgetreu wiedergibt, lässt sich nicht bestimmen.
Die lebendig erzählte Legende und die Aussicht auf einen Milliarden-Schatz hat aber viele Schatzjäger und Glücksritter dazu veranlasst, auszuziehen, um nach dem sagenhaften Schatz von La Buse zu suchen.
Legende oder Wahrheit?
Doch was ist an der Legende dran? Hat es sich wirklich so zugetragen? Oder ist es einfach nur eine schöne Piraten-Geschichte, die man sich da seit Generationen weitererzählt? Es stellen sich schon ein paar kritische Fragen:- Falls La Buse 1724 noch über den Schatz verfügte, warum hätte er sich auf die Amnestie einlassen sollen, wenn er dann doch seinen Schatz hätten abgeben müssen?
- Warum konnte La Buse so einfach 1729 gefangen genommen und verurteilt werden, wenn er doch die Amnestie angenommen hatte?
- Warum verdingte sich La Buse als Lotse, wenn er doch so reich war?
- Wird man nicht eigentlich beim Erhängen mit gefesselten Händen an den Galgen geführt und gestellt, damit man sich nicht selbst den Strick wieder abnehmen und fliehen kann? Wie kann La Buse dann einen Zettel geworfen haben mit gefesselten Händen?
- Hätte das sicher anwesende Militär den Zettel nicht umgehend beschlagnahmt und sich die Obrigkeit nicht selbst das Entschlüsseln und die Suchen nach dem Schatz in die Hand genommen?
- Wieso taucht das Kryptogramm erst im zwanzigstens Jahrhundert wieder (oder erstmals?) auf? Es soll die ganze Zeit im Pariser Archiv geschlummert haben? Wie hat Mrs. Rose Savy überhaupt einen Bezug zu La Buse herstellen können? Und wie hat sie ihn beweisen können? Das Ganze kann zwar aus der Zeit stammen, aber auch das Rezept für einen Liebestrank sein und von einem Freimaurer stammen.
- Vielleicht ist das nur eine nette Geschichte, um den Tourismus auf Reunion voranzutreiben?
- Wurde La Buse schon früher um seinen Anteil von Taylor gebracht und der Schatz der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro ist eigentlich bei Taylor zu suchen?
- Vielleicht ist das Schiff mit der Beute, unter La Buse oder Taylors Führung in einer Seeschlacht oder einem Sturm untergegangen und der Schatz liegt irgendwo auf dem Meeresgrund?
- Vielleicht war auch der Verlust nicht so groß, wie von den Opfern der Nossa Senhora do Cabo e São Pedro angegeben? Wozu ein 100 kg schweres Goldkreuz durch gefährliche Gegend schippern? Welches ach so wichtiges neu errichtetes Gotteshaus sollte mit diesem riesigen Kreuz geweiht werden? Vielleicht war das ja auch so etwas wie ein altertümlicher Versicherungsbetrug?
- Vielleicht war die Beute also gar nicht so groß und nach dem Teilen war der Schatz eher ein kleiner, den La Buse noch hatte?
Dechiffrierung des Kryptogramms
Die Geheimschrift, in der das Kryptogramm abgefasst ist, sieht sehr nach der Freimaurer Chiffre aus. Die Verwendung dieser Chiffreschrift war in der Freimaurerei des 18. Jahrhunderts gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit. Die Verwendung dieser Chiffre passt schon in die Zeit von La Buse. Die Erste Großloge von England entstand zum Beispiel 1717 durch einen Zusammenschluss von vier alten Freimaurerlogen aus London und Westminster. Die Freimaurer Chiffre wird es da wohl schon gegeben haben.Darf man der Datierung des Kryptogramms durch Charles de La Roncière auf um 1700 Glauben schenken, dann passt auch dies in die Zeit. Es kann gut sein, dass La Buse bei einer seiner Plünderungen auf eine Beschreibung der Freimaurer Chiffre traf und diese fortan für eigene Zwecke verwendete.
Das englische System der Freimaurer Schrift, auch Winkelschrift genannt, sah damals so aus:
Englisches Kodierungsschema:

Buchstaben-Entsprechungen:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Schlüssel: AB CD EF GH IJ KL MN OP QR ST YZ UV WX
Der Pirat La Buse tauschte einfach nur die Punkte aus: wo vorher ein Punkt am Buchstaben war, wurde dieser entfernt; und wo keiner war, fügte er einen hinzu:
La Buses Kodierungsschema:

Buchstaben-Entsprechungen:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Schlüssel: BA DC FE HG JI LK NM PO RQ TS ZY VU XW
Der Schlüssel sind die Buchstabenpaare, zuerst die aus dem Neuner-Gitter, dann die aus dem Kreuz, oben links beginnend, erst nach rechts, dann Zeile für Zeile.
Um sich die Dechiffrierung einfacher zu machen, insbesondere beim Versuchen von mehreren Schlüsseln, habe ich folgendes System zur Eingabe der Symbole, die natürlich nicht auf der Tastatur zu finden sind, ersonnen: Auf dem Nummernblock der Tastatur wird immer die Ziffer eingegeben, die für die offene Ecke bzw. Kante steht: 7 steht zum Beispiel für oben links offen, 1 für unten links offen, 6 für rechts offen, 5 für die Mitte (Quadrat).
Enthält das Freimaurerzeichen einen Punkt, folgt auf die Ziffern auch ein Punkt. Zwei Punkte im Symbol entsprechend zwei folgenden Punkten oder einen Doppelpunkt.
Die Kreuzelemente (\/, >, <, /\) werden als 8, 4, 6, 2 (offene Seite) mit einem nachfolgenden - eingegeben, es sei denn, sie sind mit einem Punkt gekennzeichnet, dann folgt ein + (bzw. zwei + bei zwei Punkten) statt eines -.
So umgesetzt ergibt sich für die 17 Zeilen des oben abgebildeten La Buse-Kryptogrammes folgender Code:
| 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 |
7.239.D1.9.2+6+19.27.5.39.89.25.52.18-5.39.8+6.9.8- Z82.9.6+38+3.9.8+9.7.58-9.8-9.8.49.3.7.696+19.6.8.38 95.6885.18+45.9.18-9.8.6+239.19.2+6+19.8.6+665.9.39. 89.1.5.9.669.9.92.6-8-39.92.6+8+9.197.5.8-9.8+6+19.2.14.7.8- 1.9.8-8-9.2-8+6+36+9+27+8+7.5.9.89.67.29.38.8-5.8-2.6.8.1 6-26+69.8-266-8+239.19.2+Z69.8-8.7.8+8+9.8.6.369.8.4 9.1.5.15.697.6+8-3.2.9.6+8-8-2.5.87.12.5.8-5.9.8.2.6+6+9. 22.6-39.129.8.4.9.36+19.99.1.1.9.8439.148-62.6+8+17.6-9. 34+7.4-8.6.8+8+9.39.367.82.77.4+8.4.9.7.9.8-22.6+369. 14.37.7.5.9.8-22.39.25.14.69.2.6+9.5.6+5.69.8-6+362+3 9.5.6512.6+367.5.39.25.8-9.36+18.45.9.18-6+23.6+1 69.19.189.67.1.9.389.75.9.18-9.8.59.9.8-8+6+336+ 16-2.6-69.13.6+5.615.8+9.5.6+896.6+6+1999.1.1.33. 5.6-3.6+8-8+9.97.5.39.86+141.9.8-8+9.89.8-9.8+6+839. 87.18+86+6+5.2.2.6+3+182.31.5.36+142.1.1.3 9.8+8+8.961.1./2697.6+8-139.1839.6+863. 6+6+185.996+33.9.8.5.9.9.9.6+38-9.8-69.8+6 |
Natürlich kann ich bei der Übersetzung Fehler gemacht haben. Manchmal ist die Interpretation auch nicht einfach. So gibt es zweimal das Zeichen "2", dass ich im Code mit einem "Z" gekennzeichnet habe und einmal ein "D" und einmal ein "/". Zudem gibt es in Zeile 14 ein Zeichen, dass aussieht, wie aus zwei Zeichen verschmolzen, ich habe beide eingegeben. In Zeile 15 gibt es auch noch einen Kreis, den ich aber für ein Papierfehler halte, darum wurde hier auch Platz um den Kreis gelassen.
Zudem hat das Papier einige Fussel und Punkte, gerade letztere könnte man für ein Punkt im Code halten. Die Papierfehlerpunkte sind zwar meist dünn, aber auch die Code-Punkte sind nicht immer dick gezeichnet. Zudem sitzen die Code-Punkte nicht immer in der Mitte. Vielleicht wurde ja auch bei Seegang gezeichnet und da war das exakte Setzen der Punkte nicht immer ganz einfach?
Wer möchte, kann das Kryptogramm oben selbst übersetzen und dann hier mit dem nachfolgender Dekoder entschlüsseln. Der Schlüssel ist bereits auf die La Buse-Chiffre eingestellt. Es muss nur der Code unter Eingabe ersetzt und dann auch "Eingabe dekodieren" geklickt werden. Offensichtliche Fehler von mir bitte melden (siehe Ende der Seite).
Entschlüsselt kommt dann ein französisch anmutender Text heraus:
APRE(D?)MEWUNEPAIREDEPIJONTIRESKET
(Z?)DOEURSQESEAJTETECHEQALFUNEKCRD
FILDDINSHIENTECUPRENEWUNECULLIERE
DEMIELLEEFOVTREFOUSENFAITESUNEONGAT
METTEXSURUEPASAIEDELAPERCTITOKCN
VPULETPLVSPRENEW(Z?)LETCASSECKRLECH
EMINILFAUTQOEUTTOIDANOITIECOUUE
POVRENPECGERUNEFEMMEDHRENHTLOUSNAVE
RYAZCKSSERERLADOBAYCGEAETPOURLE
NGRAAIETPOREPINGLEOUEIUILETURLWR
EILJNOURLAIREPITERUNCHIENTUPQUN
LENENDELAMERDEBIENTECJEETSURRU
NVOVLENQUILNISEIUDFKUUNFFEMMRQ
IVQUTSEFAIREDUNHMETSEDETESUDRE
DANSDUUIOOUQNDORMIRUNHOMMR
ESSCFLMM(/?)PLFAUTNRENDREUDLQ
UUNDIFFURQECIEEEURTETLESLaprè jmez une paire de pijon tiresket
2 doeurs sqeseaj tête cheral funekort
filttinshientecu prenez une cullière
de mielle ef ovtre fous en faites une ongat
mettez sur ke patai de la pertotitousn
vpulezolvs prenez 2 let cassé sur le che
min il faut qoe ut toit a noitie couue
povr en pecger une femme dhrengt vous n ave
eua vous serer la dobaucfea et pour ve
ngraai et por epingle oueiuileturlor
eiljn our la ire piter un chien tupqun
lenen de la mer de bien tecjeet sur ru
nvovl en quilnise iudf kuue femm rq
i veut se faire dun hmetsedete s/u dre
dans duui ooun dormir un homm r
esscfvmm / pl faut n rendre udlq
u un diffur qecieefurtetleslÜbersetzung Französisch Google Translate:Auch der DeepL fördert keine wirkliche Beschreibung zutage, wo und wie der Schatz zu finden ist:
Danach fügen Sie ein Paar Pejon-Reifen hinzu
2 Schwestern Sqeseaj Kopf Cheral Funekort
filttinshientecu nehmen Sie Platz
Von Honig ef ovtre Narren machen es zu einem Ongat
ke patai des pertotitousn anziehen
vpulezolvs nehmen 2 kaputte lassen auf den che
Mindestens ist es notwendig, dass das Dach halb genäht ist
POVR beim Pegging einer Frau, die du nicht hast
eua sere la dobaucfea und für ve
ngraai und por pin oueiuileturlor
eiljn unser la ire pit a dog tupqun
Lenen vom Meer des guten Tecjeet auf ru
nvovl in quilnise iudf kuue femm rq
Ich möchte ein hmetsedete s/u dre machen
in duui ooun schlafen ein Mann r
esscfvmm / pl muss udlq rendern
Du bist ein Diffur qecieefurtetlesl
Übersetzung Französisch DeepL:Wenn man Google Translate auffordert, als Ausgangssprache Kreolisch, die auf Mauritius, also in der Gegend von Reunion gesprochen wird, eröffnet sich ein wenig mehr Sinnhaftes:
nach jmez ein paar pijon tiresket
2 Schwestern sqeseaj Kopf cheral funekort
filttinshientecu nehmen Sie einen Löffel.
von Honig ef ovtre Narren machen daraus eine Ongat
legen Sie auf den Patai des Pertotitousn
vpulezolvs nehmen Sie 2 gebrochene Buchstaben auf dem Rücken.
Sie müssen das Dach mit einem Tropfen Wasser füllen.
Sie können eine Frau aus dem Haus locken.
Sie haben die Möglichkeit, sich in die Wohnung zu begeben.
ngraai und por epingle oueiuileturlor
eiljn our la ire piter un chien tupqun
lenen de la mer de bien tecjeet sur ru
nvovl en quilnise iudf kuue femm rq
i will sich dun hmetsedete s/u dre
in duui ooun schlafen ein mann r
esscfvmm / pl muss n zurückgeben udlq
u ein diffur qecieefurtetlesl
Übersetzung kreolisch Google Translate:Vielleicht handelt es sich auch um einen speziellen Dialekt, der zu der Zeit von La Buse gesprochen wurde. Viel Sinn ergibt er auf jeden Fall nicht für mich. Aber vielleicht kann ein Sprachkundiger aus der Gegend mehr herauslesen. Ich bezweifle aber, dass dies schnurstracks zum Schatz führen wird. Und wenn doch, dann freue ich mich natürlich über das eine oder andere Milliönchen vom Finder als Dank ;)
nach jmez schoss ein paar tauben
2 Tage vor der Abreise, Cheral Funekort
filttinshientecu nimm einen Löffel
Das Beste ist, wenn alles klar ist und ein einziges Mal fertig ist
Stellen Sie sicher, dass Sie das Pertotitousn bekommen
vpulesolvs nehmen 2 Betten kaputt auf dem Che
Min il faut qoe ut toit a noitie couue
arm und sündig eine Frau dhrengt dich n ave
eua du ziehst die dobaucfea und für ve an
ngraai et por epingle oueiuileturlor
eiljn unser la ire Peter ein Hund Tupqun
Leinen des Meeres von Well Tecjeet auf ru
nvovl in quilnise iudf kuue femm rq
Ich möchte ein Hmetsedete s/u dre werden
In zwei Stunden schläft ein Mann
esscfvmm / pl faut n render udlq
oder ein anderes qecieefurtetlesl
Dechiffrierung nach Charles Bourel de la Roncière
Die Dechiffrierung nach Charles Bourel de la Roncière, die er in seinem Buch Le Flibustier mystérieux: Histoire d'un trésor caché von 1943 aufführt, sieht so aus:
(Quelle: (9))
1. Prenez une paire de pijon virez les
2 cœurs... tête cheval... une kort
fil winshient écu prenez une cullière
de mielle .. outre vous en faites une ongat
mettez sur le pasage de la...............
............. prenez 2 liv cassé sur le ch-
(ch)emin, il faut ..... toit à moitié couvé
pour empecher une femme ....... vous n’avé
qu’à vous serer la .................. pour ve-
nir ........ épingle ... juilet .....
......... faire piter un chien turq un
..... de la mer.. bien sèche et sur ..
........................ k’unne femme q-
(qu)i veut se faire d’un .................
dans .......... dormir un homm(e) r
.......... faut rendre ... q
(q)u’un diffur (?) ...............1. Nehmen Sie ein Paar Heringe und entfernen Sie sieEs fällt aber schon auf, dass Roncière hier einfach Stellen auslässt und durch ... ersetzt und zum anderen einfach Buchstaben vereinzelt gegen andere tauscht, damit das Wort halbwegs einen Sinn ergibt. Natürlich könnte man sagen: da hat der Autor einen Kodierungsfehler gemacht, den man nur wieder bereinigen will, aber mir persönlich geht das zu weit.
2 Herzen...Pferdekopf...ein Kort
Draht-Winshient-Schild, nehmen Sie eine Cullière
Honig ... außerdem machst du daraus einen Ongat
auf den Weg des............ bringen
............. nimm 2 kaputte Liv auf den CH-
(ch)emin, es ist notwendig ..... halbgedecktes Dach
Eine Frau zu verhindern....... hast du nicht
Ich würde gerne da sein, um dich zu sehen...
nir........pin...july.....
......... um einen türkischen Hund anzugreifen
.....vom ??Meer...sehr trocken und weiter...
........................ k’unne femme q-
(wer) möchte ein ........ machen
in .......... schlafender Mann
.......... muss zurückkehren ... q
(q)u’un diffur (?) .........
Nichtsdestotrotz gibt auch diese Interpretation von Roncière, so will ich diese "Dechiffrierung" mal nennen, nichts her, was zur Schatzsuche taugen würde. Eher scheint es sich um ein Rezept für einen Liebestrank oder ähnliches zu handeln.
Ein zweites Kryptogramm

Im Internet tauchte vor einigen Jahren das Foto eines zweiten Kryptogrammes auf (siehe Bild rechts). Dieses enthält die selben 17 Zeilen wie das bereits hier vorgestellte, aber zusätzlich 5 weitere Zeilen:
un bon verre dans l’hostel de l'évêque dant(S)was ins englische übersetzt ergibt: (8)
le siege du diable r(Q)uarar(N)te siz(X) degrés
f(S)iz(X) minutes deuz(X) fois
pour celui qui le decouvrira
juillet mil sept cent (T)rente
a good drink in the bishop’s hostel inWem kommt dieser Text auch bekannt vor? Sicher Lesern von "The Gold Bug" von Edgar Allen Poe, in dem der Klartext eines mit dem Gold Bug Chiffre chiffrierten Text lautet:
the devil’s seat forty six degrees
six minutes two times
for the person who will discover it
july 1730
A good glass in the bishop's hostel inDamit dürfte klar sein, dass es sich um einen Fake, einen Hoax oder einen Werbegag handelt. La Buse konnte 1730 unmöglich von der Kurzgeschichte, die Edgar Allan Poe schreiben würde und die 1843 erstmals im "Dollar Newspaper" veröffentlicht wurde, gewusst haben; es sei denn, er konnte jahrhunderteweit in die Zukunft schauen. Da wollte eher der Autor des zweiten Kryptogramms eine spannende Geschichte kreieren und hat sich gleich an zwei anderen Stellen bedient, die erfolgversprechend aussahen.
the devil's seat twenty-one degrees
and thirteen minutes northeast and by north
main branch seventh limb east side shoot
from the left eye of the death's-head
a bee line from the tree through
the shot fifty feet out.
Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links
- Wikipedia La Buse
- Wikipedia: Olivier Levasseur

- Welt: Wer das versteht, hat den Schlüssel zu fünf Milliarden Euro
- Welt: Das Kryptogramm des Piraten "La Buse"
- Klaus Schmeh, Cipherbrain Blog: Der Schatz und das Kryptogramm des Piraten "La Buse"
- Nick Pelling: La Buse’s / Le Butin’s Pirate Cipher (Part 2)
- Republic of Pirates: Olivier la Buse

- The Cipher Foundation: La Buse Cryptogram

- Charles de La Roncière: Le flibustier mystérieux: Histoire d'un trésor caché, 1934

- The Cryptogram of 'La Buse'

- Wikipedia: Cryptogramme de La Buse

- pirates-corsaires.com: Olivier Levasseur dit La Buse

- goldenageofpiracy.org: Olivier Levasseur - Background and timeline

- Carola Dahlke (Deutsches Museum München): Demystifying La Buse's cryptogram and the Fiery Cross of Goa, HistoCrypt 2024
