Musiknoten, Notensysteme
| Kategorisierung: | Kodierungen / symbolbasiert |
| Siehe auch: | Solresol Sprache / Notensystem |
| Herkunft / Verwendung: |
Ein Notensystem ist eine Art Töne bestimmter Höhe schriftlich festzuhalten. Dazu werden fünf waagerechte Linien auf das Papier gezeichnet, in das festgelegte Symbole eingezeichnet werden, die die Musik darstellen. Meist beginnt eine Notation mit einem Notenschlüssel (Violin- oder Bassschlüssel), dem die Taktlänge (etwa 3/4 oder 4/4 folgt). Danach werden die Töne in Form von Noten notiert. Dabei wird auf einer oder zwischen zwei Notenlinien ein Kreis gezeichnet. Je höher ein Ton ist, desto höher ist die Position dessen Note auf den Linien. Die Länge einer Note wird in der Form der Note festgeschrieben: eine volle Note (ein ganzer Takt) ist ein nicht ausgefüllter Kreis. Eine halbe Tonlänge (entsprechend halbe Note) wird durch einen nicht ausgefüllte Kreis mit einem Strich nach oben (bzw. unten, je nach optischer Präferenz) gekennzeichnet. Bei einer viertel Note wird der Kreis mit Strich ausgefüllt. Eine Achtelnote erhält ein Fähnchen, eine Sechzehntel Note zwei Fähnchen, eine 32stel Note drei Fähnchen usw. Der Übersichtlichkeit halber werden die Noten horizontal durch einen Taktstrich unterbrochen - einem vertikalen Strich über alle Notenlinien, der jeweils gesetzt wird, wenn ein Takt gefüllt ist, etwa mit 4 Viertelnoten, oder 8 Achtelnoten, oder z. B. auch 2 Viertel und 4 Achtelnoten. Es gibt noch viele weitere Zeichen und Symbole, die angeben, wie die Musik zu spielen ist, zum Beispiel ob eher leise oder laut, ob sanft oder betont. Oder ob Pausen einzufügen sind. Diese alle zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen. |
Seltsamer beginnt eine Oktave meist mit einem C (und nicht etwa A), so dass der 8. Ton dann ein C' wäre. Der 8. Ton in einer Tonleiter hat übrigens - technisch gesehen - die doppelte Frequenz wie der erste.
So hat etwa der Kammerton A 440 Hertz und A' 880 Hertz. Die Verteilung der Tonhöhen auf die Einzelnoten ist nicht linear sondern richten sich nach dem menschlichen Gehör. So sind zwischen den Noten Abstände von etwa 30 bis 100 Hertz möglich:
A4 440,000 Hz Kammerton
B4 493,883 Hz
C4 523,251 Hz
D5 587,330 Hz
E5 659,255 Hz
F5 698,456 Hz
G5 783,991 Hz
A5 880,000 Hz doppelte Frequenz von A4
Auch gibt es regionale Unterschiede. Während die Briten von A bis G bzw. C bis B (A, B, C, D, E, F, G) "zählen", benutzt der Deutsche statt des B ein H (A, H, C, D, E, F, G), was verwirren kann, schließt sich im Alphabet das H doch dem G an. In dieser Notation kommt nach dem G aber nicht das H, sondern wieder ein A. Das H steht erst danach. Und die Franzosen haben ihre Noten mit Do, Ré, Mi, Da, Sol, La, Si benannt, was gar nichts mehr mit dem Alphabet zu tun hat, sich aber sicher besser singen lässt.
Wobei dies die Notenbezeichnungen sind, wenn ein Violinen-Schlüssel vorangestellt ist. Ist ein Bass-Schlüssel vorangestellt, dann haben die Noten auf den Notenlinien andere Buchstaben:
