Malabarisch Schrift

Herkunft / Verwendung:Malabar ist eine Region in Indien und bezeichnete ursprünglich das gesamte Gebiet des heutigen Bundesstaates Kerala an der Südwestküste Indiens.

Arabische und persische Seefahrern, welche Handelskontakte nach Südindien pflegten, bezeichneten die Küstenregion zwischen den Westghats und dem Arabischen Meer im Südwesten Indiens als Malabar, wobei "mala" für Berg (dravidisch) steht.

Auch heute ist die Bezeichnung Malabarküste für den südlichsten Abschnitt der Westküste Indiens zwischen der Stadt Mangalore und dem Kap Komorin, der Südspitze Indiens gebräuchlich. Sie umfasst somit die gesamte Küste Keralas.

Übersetzung der Buchstaben / Geheimzeichen

Diese Schrift war Ende des 18. Jahrhundert in Malabar gebräuchlich. Sie besteht aus 16 Vokalen und 35 Konsonanten. Für einige Buchstaben des lateinischen Alphabets gibt es keine Entsprechungen, andererseits gibt es viel mehr Buchstaben als im Lateinischen. Darum wurden folgenden Anpassungen vorgenommen: Das 2. 'lu', das 2. 'g', das 2. 'gg', das 2. 't', das 2. 'tt', das 2. 'd', das 2. 'dd', das 2. 'n' und das 2. 'l' konnten leider nicht mehr untergebraucht werden. Der Rest der Zeichen wurde Auf A bis Z, die Umlaute und die Ziffern nach folgendem Schema verteilt: Ä=2. 'a', Y=2. 'i', Q=2.'u', Ü=1. 'ru', Ö=1. 'lu', 0='ai', 1='au', 2='am', 3. 'ah', 4='kk', 5='gg', W='ngh', Z='cc', 6='gn', 7='tt', 8='dd', 9='pp', _='bb', ß='sz', F=2. 's' und X='kc'.



Beispiel

Klartext:Beispielklartext
Kodiert:

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (Decoder / Encoder / Solver-Tool)

Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links

Fry, Edmund: Pantographia, Cooper and Wilson Verlag, London, 1799 , ab S. 190