Kreditkarte Prüfziffer
| Kategorisierung: | Modern / Prüfziffern und Prüfsummenverfahren |
| Herkunft / Verwendung: |
Auch Kreditkartennummern enthalten eine Prüfziffer an letzter Stelle. Kreditkartennummern sind meist 14 bis 16-stellig. Es variiert, ob der Prefix (also die Herausgebernr. am Anfang) mit in die Berechnung eingeschlossen wird.Früher gab es diese Ritsch-Ratsch-Maschinen - eigentlich heißen diese "Imprinter" - bei denen man die Kreditkarte auf eine Formular mit einer Art Blaupapier legte und dann einen Schlitten "ritsch ratsch" darüber hinweg bewegte. Der Schlitten drückt die erhabenen Informationen, was meist Kreditkartennummer, Vor- und Nachnahme des Inhabers, und Gültigkeitszeitraum (von und bis) sind, auf das Formular durch, wo diese dann lesbar sind. Diesen Beleg wird dann dem Inhaber zum Beispiel im Restaurant zur Unterschrift gereicht, womit er die Zahlung legitimiert. Der Kreditkarten-Beleg schickte dann der Restaurant-Besitzer an die Kreditkarten-Gesellschaft, die die entsprechende Überweisung tätigte - natürlich abzüglich eines kleinen Obolus für den Service. Dieses alte Verfahren ist heute kaum noch in Gebrauch und dient höchstens noch als Not-Ersatz, wenn einmal der Strom oder die Internet-Leitung ausfällt. Denn das Ritsch-Ratsch-Verfahren funktioniert ganz ohne Strom. Damit könnte dann auch etwas beim Strandverkäufer gekauft werden, irgendwo auf einer kleinen Insel im Pazifik. Heutzutage sind die Transaktionen im Einzelhandel eigentlich nur noch elektronisch. Die Kreditkarte hat auch einen Magnetstreifen, der meistens auch schon wieder durch einen kleinen goldenen Chip auf der linken Seite, dem Smartcard-Chip, abgelöst ist. Die Kreditkarte wird heutzutage in ein Lesegerät geschoben und elektronisch gelesen. Ein POS (Point of Sale)-Drucker, meist ein kleiner Thermo-Drucker druckt dann einen Bon mit Betrag und Einverständniserklärung aus, die wieder vom Inhaber zur Legitimation unterschrieben werden kann. Bei Einkäufen über das World Wide Web gibt es generell kein Lesegerät beim Endkunden und die Kreditkartennummer muss über eine Tastatur eingegeben werden. Dabei kann man sich der Käufer natürlich vertippen. Um unnötige Kommunikation mit der Kreditkartengesellschaft zu vermeiden, um die Kreditkarte zu prüfen, ist in die Nummer eine Prüfziffer eingebaut. So kann man schon anhand der Nummer allein und vor allem schnell prüfen, ob es einen Eingabefehler gegeben hat. Erst wenn diese Prüfung positiv verlaufen ist, erfolgt eine Übertragung der Daten zur weiteren Überprüfung durch die Kreditkartengesellschaft, die Nummer, Ablaufdatum und ggf. Inhabernname und CVC/CVV (Sicherheitsprüfnummer). Stimmen alle Daten, wird die Überweisung veranlasst. Die Legitimation erfolgt hier über Wissen (durch Besitz) über die Daten, insbesondere der CVC/CVV, die auf der Rückseite der Karte abgedruckt ist (die nicht mit geritsch-ratscht wird). |
Beschreibung des Algorithmus zur Berechnung der Prüfziffer
Die Ziffern der Nummer werden von rechts nach links abwechselnd mit 2 und 1 mal genommen und deren Quersummen addiert. Die Gesamtsumme wird Modulo 10 genommen und von 10 abgezogen, was die Prüfziffer ergibt.Beispiel
| Kreditkartennr. inkl. Prüfziffer: | 4546 1234 5678 9000 |
| Ergebnis: | Die Prüfziffer für die Kreditkarte 4546123456789000 ist 0. Die angegebene Prüfziffer war richtig. Der Herausgeber der Karte ist Visa. |
Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (Decoder / Encoder / Solver-Tool)
Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links
- Gómez, Joan: Geheimsprachen und Decodierung, Librero Verlag 2016, S. 88
