Geheime Polizei-Schrift nach Vergenne

Herkunft / Verwendung: Die geheime Polizeischrift ist eine Methode der Steganografie. Das heißt, die Hauptabsicht ist hier nicht das Verschlüsseln, sondern das Verbergen beziehungsweise Tarnen von geheimen Information.

Die geheime Polizeischrift diente dazu, Eigenschaften über eine Person in dem Zierwerk einer Aufenthaltsgenehmigung oder eines Passes für diese Person zu verstecken, ohne dass diese davon etwas wusste. So zeigte die Person den Ausweis freiwillig vor und nur die Staatsbediendestens wussten die Geheiminformationen zu deuten. Jeder ausländische Diplomat bekam damals um 1780 in Paris eine solche Aufenthaltsgenehmigung ausgestellt.

Die Urkunden sind gespickt mit geheimen Symbolen, die sich nahtlos in das Gesamtbild einbetten und nur für Wissende, nämlich Polizei- und Grenzbeamte einen weitergehenden Sinn ergeben.

Gemälde von Charles Vergennes Der französische Außenminister Charles Gravier, comte de Vergennes (geboren am 20. Dezember 1717 in Dijon, verstorben am 13. Februar 1787 in Versailles) gilt als Erfinder des Verfahrens. Er selbst oder ein mit ihm in Verbindung stehender Autor schrieb in dem 1793 erschienen Buch (nach dem Tod Vergennes, in dem Vergennes selbst als Autor genannt wird) die Details zum Code unter dem etwas sperrigen Titel "Geheime Polizey-Schrift des Grafen von Vergennes: Als ein Beweis der feinen Politik des ehemaligen Kabinets in Versailles unter der Regierung des unglücklichen Königs Ludwigs des Sechszehnten" (1) nieder und gab das Buch an einen Kreis von Diplomaten weiter.

Der Autor ist im Vorwort dieses Buches voller Lob für Vergennes:
Schon in den letzten Regierungsjahren Ludwigs XV. fing das Kabinet zu Versailles an, eine geheime Polizei-Schrift einzuführen, die aber erst durch den Grafen von Vergennes, unter der Regierung des unglücklichen Königs Ludwigs des Sechszehnten, eine solche Ausdehnung und Vollkommenheit erhielt, wie man sie von diesem feinen Staatsmanne erwarten konnte, und da er es hauptsächlich war, der sich um die bessere Einrichtung und Vervollkommnun dieser geheimen Polizei-Schrift verdient gemacht hatte: so wurde sie auch nach seinem Namen die geheime Polizei-Schrift des Grafen von Vergennes genannt.
Über den Zweck der Unterrichtung gewisser Kreise über die geheime Polizei-Schrift wird geschrieben:
Vergennes vertraute diese geheime Polizei-Schrift jedem Minister Frankreichs, besonders jedem Ambassadeur, Residenten, Konsul und Agenten, der von Frankreich an auswärtige Höfe, Freistaaten und Reichsstädte geschickt wurde, als ein Staatsgeheimnis an, mit dem Auftrag, sich dieser geheimen Polizei-Schrift in allen Empfehlungs-Schreiben zu bedienen, die ihnen von Fremden, welche nach Paris reisen wollten, abgefodertert werden würden.
Johann Ludwig Klüber war wohl an eines der Exemplare des Buches herangekommen und publizierte den Code 1809 in seinem Buch Kryptographik (4), womit es weithin bekannt wurde.

Während sich Vergennes (bzw. der Buchautor) sich selbst als Erfinder der geheimen Polizei-Schrift bezeichnet, merkt Klüber in seinem Buch an, dass ein gewisser Herr Johannes Ferdinand Opitz, Bankalgefäll-Inspektor zu Tschaslau in Böhmen, der wahre Erfinder seit 1783 sei und der Herr Graf Maximilian von Lamberg dafür Zeuge sein.

Wie dem auch sei, möchte ich diesen Code Geheime Polizei-Schrift nach Vergenne nennen, weil ich mich im Weiteren auf die Ausführungen im Buch von Vergenne beziehen werde.

Für Außenstehende sind die versteckten Hinweise (hinzugefügte Symbole, Wellenlinien und Klammern; sogenannte Semagramme) nur schmückendes Beiwerk. Doch für Eingeweihte läßt sich aus allerhand etwas ableiten: die Farbe des Papier gibt das Herkunftsland an; die Einfassung des Rahmens das Aussehen, die persönlichen Verhältnisse und die Absicht der Reise; das Satzzeichen hinter dem Namen die Religion; der Zug unter dem Namen den inneren Charakter und die Zahlen für die Nummerierung die Kenntnisse der Person.

Das Ausstellen von Aufenthaltsgenehmigung machte mit all diesen künstlerisch anmutenden Verzierungen, wie sie auch in der Heraldik bei Wappendarstellungen üblich sind, viel Arbeit. Aber die Zeichnungen mussten schön und detailliert sein, um nicht den Eindruck zu erwecken, hier wurde mal schnell etwas markiert.

Schließlich vereinfachte Vergenne die polizeiliche Geheimschrift und benutzte nur noch die bloße Nummerierung, bei der das Aussehen der Buchstaben und Zahlen die geheimen Informationen verbargen (siehe zweite Spezifikation).

Spezifikation des Verfahrens Geheime Polizei-Schrift nach Vergenne

Das Empfehlungsschreiben / die Aufenthaltsgenehmigung wird in Form eines Billet ausgegeben, die folgende versteckten Informationen über die Person, auf den sie ausgestellt ist, enthält: Diese Attribute werden gegebenenfalls noch einmal unterteilt und die einzelnen Eigenschaften durch Symbole, Wellenlinien, Klammern, Punkte, Kreise und dergleichen; sogenannte Semagramme gekennzeichnet:

A) Herkunftsland

Das Herkunftsland wird durch die Hintergrundfarbe des Billets bestimmt und zwar durch die zwei Farben der oberen und der unteren Hälfte. Ist ein Billet einfarbig, so haben beide Hälften die selbe Farbe.

v Farbe oberer Teil   
Farbe unterer Teil >
weißrotblaugelbgrüngrau
weißPortugalParmaModenaVenedigGenauLucca
rot FlorenzSpanienKirchen­staatSizilienSchweizMainz
blauTrierKölnFrankreichBöhmenPfalz / BayernSachsen
gelbPreussenHannover___EnglandLand eines geist­lichen Reichs­fürstenLand eines welt­lichen Reichs­fürsten katho­lischer Religion
grünLand eines welt­lichen Reichs­fürsten evange­lischer Religionjede Reichs­stadtDänemarkSchwedenHollandRussland
grauPolenTürkeiInner-ÖsterreichUngarnÖster­reichisch PolenSardinien

Außerdem definiert durch die Farben linke Hälfte weiß und rechte Hälfte ...
...rot: Österreichische Niederlande
...blau: Österreichisch Italien
...gelb: Mähren
...grün: Tirol
...grau: Vorder-Österreich

B) Äußeren Umstände

Die äußeren Umstände der Person werden durch den Rahmen / die Einfassung festgelegt:

a) das Alter durch die Form:

bis 25 Jahre: ein Kreis
bis 35 Jahre: ein Oval
bis 45 Jahre: ein Achteck
bis 55 Jahre: ein Sechseck
bis 60 Jahre: ein Quadrat
über 60 Jahre: ein längliches Rechteck

b) Wuchs der Person durch die Linienform und den Abstand:

groß und schön gewachsen: Linien, die weit auseinander stehen und wellenförmig sind.
groß und schlecht gewachsen: gerade Linien, die weit auseinander stehen
mittelgroß und schön gewachsen: Linien, die enger aneinander stehen und wellenförmig sind.
mittelgroß und schlecht gewachsen: gerade Linien, die enger aneinander stehen.
klein und schön gewachsen: Linien, die ganz eng aneinander stehen und wellenförmig sind.
klein und schlecht gewachsen: gerade Linien, die ganz eng aneinander stehen.
bucklig: es werden zudem an beiden Seiten des Rahmens Verzierungen angebracht.
krumm und schief: es werden zudem an der unteren Seite des Rahmens Verzierungen angebracht.
lahm: es werden zudem über dem Gesichtszeichen oder auch über der Muschel (siehe später) Verzierungen angebracht.

c) die Gesichtsbildung wird durch Gesichtszeichen ausgedrückt, die in der Mitte des Rahmen angebracht werden:
schön und freundlich: Rose oben im Rahmen
schön und ernsthaft: Tulpe oben im Rahmen
mittelmäßig schön und freundlich: Sonnenblume oben im Rahmen
mittelmäßig schön und ernsthaft: Narzisse oben im Rahmen
garstig und freundlich: ein Satirskopf oben im Rahmen
hässlich und ernsthaft: ein gehörnter Widderkopf oben im Rahmen
bei einem Augenfehler: über das Gesichtszeichen werden ein oder zwei schwarze Punkte gesetzt.

d) andere äußere Umstände der Person:

verheiratet: der gesamte Rahmen wird mit einem Band umwunden.
Reichtum: bis zu 12 Knöpfe werden dem Rahmen hinzugefügt, wobei mehr Knöpfe mehr Reichtum bedeuten. Vier Knöpfe bedeuten "nicht arm" und das Weglassen von Knöpfen bedeutet "arm".
trägt eine Perücke: Es wird eine Muschel hinzugezeichnet, die hinter dem Gesichtszeichen (die Blume) hevorragt.

C) Absicht des Reisenden, Zweck der Reise

Heirat: Das Umwindung des Band um den Rahmen reicht nur bis zur Hälfte.
auf der Suche nach geistlichem Amt: es wird ein kleiner Kreis hinzugefügt zwischen den Rahmenlinien, dem Gesichtszeichen gegenüber.
auf der Suche nach zivilen Diensten: es werden zwei kleine Kreise hinzugefügt zwischen den Rahmenlinien, oben auf beiden Seiten des Gesichtszeichens.
auf der Suche nach Kriegsdiensten: es werden vier kleine Kreise symmetrisch hinzugefügt zwischen den Rahmenlinien.
Wechsel-Geschäfte: es werden sechs kleine Kreise in genügendem Abstand voneinander zwischen den Rahmenlinien hinzugefügt.
kaufmännische Pflichten oder Spekulationen: ein kleines Oval zwischen den Rahmenlinien unten, dem Gesichtszeichen gegenüber, wird hinzugefügt.
Gelehrter auf der Suche nach Kenntnissen: zwei kleine Ovale zwischen den Rahmenlinien auf beiden Seiten des Gesichtszeichen werden hinzugefügt.
Erbschaft: vier kleine Ovale werden wie zuvor angebracht.
Verwandtenbesuch: sechs kleine Ovale werden zwischen den Rahmenlinien angebracht.
Staatsabsichten und Diplomaten: acht kleine Ovale werden zwischen den Rahmenlinien angebracht.

D) Religion

Die Religion wird durch ein Zeichen nach dem Namen kenntlich gemacht:

Atheist: kein Zeichen
Naturalist: ein Punkt
Katholik oder Grieche: ein Doppelpunkt
evangelisch, Lutheraner: ein Semikolon
Reformierter: ein Komma
Jude: ein Strich (-)

E) Innerer Charakter

Der innerer Charakter der Person wird durch ein Verzierungen unter dem Namen angezeigt:

a) Geisteseigenschaften:

einsichtig: eine geschweifte Klammer unter dem Namen.
einfältig und dumm: eine gerade Linie unter dem Namen.
närrisch: eine geschwungene Linien aus Achtern unter dem Namen.
leichtsinnig: eine Wellelinie unter dem Namen.

b) Herzenseigenschaften:

ehrlich und redlich: zwei Striche (") unter dem Schlusszeichen unter dem Namen
verschwiegen: zwei Striche an beide Seiten des Schlusszeichens ("   ")
betrügerisch: Verzierung in Form eines liegenden Acht mit Schnörkel.

c) Haupt-Eigenschaften:

Spieler: ein Punkt über dem Schlusszeichen.
verliebt: ein Punkt unter dem Schlusszeichen.
Trinker: kurzer, waagerechter Strich unter dem Schlusszeichen.

F) Kenntnisse

Die Kenntnisse der Person werden durch Ziffern ausgedrückt, die zusammengesetzt wie die Billetnummer aussehen:

Dabei steht ...

1 für gottesgelehrt
2 für rechtsgelehrt
3 für Kenntnisse in der Arzneiwissenschaft
4 für Kenntnisse in der Naturkunde
5 für Kenntnisse in der Staatskunde
6 für Kenntnisse in der Mathematik
7 für Kenntnisse in Sprachen
8 für Kenntnisse in der Schriftstellerei
9 für Kenntnisse in den mechanischen Künsten
0 für geringere Kenntnisse in der Kategorie, dem die Null folgt.

Die Ziffern sind in der Reihenfolge der Stärke der Kenntnis zu sortieren. Wissenschaften, in denen sich die Person besonders gut auskennt, werden zuerst genannt.

Ist die Zahl mit einer geschweiften Klammer unterzogen, so bedeutet das, das die Person das Wahre und Wesentliche in den Wissenschaften kennt; fehlt die Klammer, so kennt die Person nicht die Wahrheit.

Beispiele Geheime Polizei-Schrift nach Vergenne

Die Bilder rechts zeigen jeweils ein Billet, eine Aufenthaltsurkunde für Paris um 1780 als Beispiel. Die versteckte Hinweise, und wie diese versteckt sind, sind links daneben aufgeführt.

Alphons d'Angeha



Esquire de Gray




Spezifikation des vereinfachten Verfahrens

Die verborgenden Information befindet sich nur noch in der Billet-Nummerierung ("N. 123.") und sich auf folgende Art und Weise kodiert:

A) die Körpergröße wird durch das Aussehen des Buchstaben N:

AussehenBeschreibungKörpergröße
großgeschriebenes N, mächtig mit Serifen und breitem Querstrichgroß
großgeschriebenes N, schmaler mit Serifen nach innenmittelgroß
kleingeschriebenes Nklein
kleingeschriebenes N, kleinunbekannt


B) der Familienstand durch Zusätze zum N:

Das N wird doppelt durchgestrichen, falls die Person verheiratet ist.
Ledige erhalten keine Durchstreichungen.
Ist der Familienstand unklar, wird dem N eine Null oder ein O angefügt ("No.").
Bei Unklarheit, aber der Vermutung auf Verheiratet, wird das N doppelt durchgestrichen (No.")

C) Tragen einer Perücke durch Zeichen unter dem N:

trägt eine Perücke: Wellenlinie unter N.
trägt eigenes Haar: geschweifte Klammer unter N.

D) Herkunftsland durch Zahlen:

Das Herkunftsland wird durch eine Zahl zwischen 1 und 40 spezifiziert. Bei zweistellige Zahlen werden die Ziffern dicht zusammengeschrieben, um deren Zusammenhörigkeit kenntlich zu machen:

1 Portugal, 2 Spanien, 3 Frankreich, 4 England, 5 Holland, 6 Sardinien, 7 Parma, 8 Modena, 9 Venedig
10 Genua, 11 Lucca, 12 Florenz, 12 Kirchenstaat, 14 Sizilien, 15 Schweiz, 16 Mainz, 17 Trier, 18 Köln, 19 Böhmen
20 Pfalz/Bayern, 21 Sachsen, 22 Preußen, 23 Hannover, 24 Land eines geistlichen Reichsfürsten, 25 Land eines weltlichen Reichsfürsten katholischer Religion, 26 Land eines weltlichen Reichsfürsten evangelischer Religion, 27 jede Reichsstadt, 28 Dänemark, 29 Schweden
30 Russland, 31 Polen, 32 Türkei, 33 Inner-Österreich, 34 Ungarn, 35 Österreischisch Polen, 36 Österreischische Niederlande, 37 Österreischisch Italien, 38 Mähren, 39 Tirol
40 Vorder-Österreich

E) Alter der Person:

Auch das Alter wird durch eine Ziffer ausgedrückt:

1: bis 25 Jahre
2: bis 30 Jahre
3: bis 35 Jahre
4: bis 40 Jahre
5: bis 45 Jahre
6: bis 50 Jahre
7: bis 55 Jahre
8: bis 60 Jahre
9: über 60 Jahre

F) Innere und äußeren Eigenschaften der Person:

Durch einen Bruch ausgedrückt, wobei der Zähler die inneren und der Nenner die äußeren Werte angibt. Es wird jeweils eine passende Ziffer ausgewählt. Zusammengehörige Zahlen werden wieder dicht zusammengeschrieben.

a) innere Werte (Zähler):

Geisteskraft:
5, 9: viel Einsicht
2, 6: wenig Einsicht
3, 7: dumm
4, 8: närrisch
1: unbekannt

Sinnesart:
1, 3, 5, 7, 9: leichtfertig
2, 4, 6, 8: gesetzt
0: unbekannt

Hauptleidenschaft:
4, 7, 5: verliebt
3, 8, 1: Trinker
2, 6, 9: Spieler
0: unbekannt

Vermögen:
1, 3, 6: reich
4, 7, 5: nicht arm
2, 8, 9: arm
0: unbekannt

b) äußere Werte (Nenner):

Leibeswuchs:
5: schön
9, 2: schlecht
6, 3: schief
7, 4: bucklig
8: lahm
1: unbekannt

Gesichtsbildung:
1, 9, 7: schön
5, 6: mittelmäßig
2, 3: hässlich
4. 8: einäugig
0: unbekannt

Mienen und Gebärden:
1, 3: freundlich
7, 4: ernsthaft
5, 8: stolz
2, 6: betrübt
9: unbedeutend
0: unbekannt

Absicht der Reise:
2: Heirat
5: sucht Zivildienst
1: sucht Kriegsdienst
7: Wechselgeschäfte, Spekulation oder Handelsgeschäfte
4: Erholungsurlaub, zum Spaß
9: Erbschaft
3: Verwandtenbesuch
6: reist mit geheimen Aufträgen eines fremden Hofes
8: reist als Gelehrter
0: unbekannt

G) Beruf und Stand :

Hier werden folgende Zahlen verwendet:

1: Geistlicher
2: Soldat
3: Künstler
4: Kaufmann
5: Komödiant
6: Privatbeamter
7. Staatsbeamter
8. Privatmann
9. Werber

G) Kenntnisse:

Hier werden folgende Zahlen verwendet:

1 für gottesgelehrt
2 für rechtsgelehrt
3 für Kenntnisse in der Arzneiwissenschaft
4 für Kenntnisse in der Naturkunde
5 für Kenntnisse in der Staatskunde
6 für Kenntnisse in der Mathematik
7 für Kenntnisse in Sprachen
8 für Kenntnisse in der Schriftstellerei
9 für Kenntnisse in den mechanischen Künsten
0 für geringere Kenntnisse in der Kategorie, dem die Null folgt.

I) Verschwiegenheit:

Ist eine Person verschwiegen, werden die Attribute E, F, G in Anführungsstriche eingefasst.

K) Unbekanntes:

Unbekanntes wird durch einen waagerechten Strich (-) gekennzeichnet.

L) Ehrlichkeit / Redlichkeit:

Ist die Person ehrlich und redlich, so wird eine geschweifte Klammer unter den Namen gesetzt. Ist eine Person der Unredlichkeit verdächtig, wird ein langer gerade Strich unter den Namen gesetzt und bei bewiesen betrügerischen Absichten wird eine Wellenlinie benutzt.

M) Religionsangehörigkeit:

Die Religion wird (wie auch schon ursprünglich) durch ein Zeichen nach dem Namen kenntlich gemacht:

Atheist: kein Zeichen
Naturalist: ein Punkt
Katholik oder Grieche: ein Doppelpunkt
evangelisch, Lutheraner: ein Semikolon
Reformierter: ein Komma
Jude: ein Strich (-)

N) Wissen um die Wahrheit:

Kennt die Person die Wahrheit, so wird unter die Kenntnis- und Standeszahlen eine geschweifte Klammer gesetzt.



Anordnung der Zeichen und Zahlen:

Beispiele für das vereinfachte Verfahren Billet-Nr.

Die Bilder rechts zeigen jeweils ein Billet, eine Aufenthaltsurkunde für Paris als Beispiel. Die versteckte Hinweise, und wie diese versteckt sind, sind links daneben aufgeführt.

Frederic Adolph de Sprinthal


Pierre Henri de Vlyten



Seigneur de Saccarini



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links