EAN (GTIN-8, GTIN-13) Prüfziffer

Herkunft / Verwendung: EAN ist die Abkürzung für European Article Number und ist eine in der Regel 13-stellige lange Artikelnummer, die global eindeutig ist. Zudem gibt es die EAN-kurz mit nur 8 Stellen. Heute ist die EAN als GTIN-8 bzw. GTIN-13 aufgegangen, was für den Standard Global Trade Item Number steht. In Deutschland ist allerdings immer noch die Bezeichnung EAN gebräuchlich.

Nummernbereiche für EANs bzw. GTINs werden durch eine zentrale Stelle vergeben, die die Eindeutigkeit der Nummern sichert. Da dies Aufwand bedeutet, ist die Zuteilung von Nummernbereichen kostenpflichtig. Die Gebühr zahlt der Hersteller der Ware, der auch die einzelnen Nummern aus seinem zugeteilten Bereich für seine Produkte vergibt. Jedes Produkt braucht dabei seine eigene EAN - sobald sich der Preis unterscheidet, braucht es eine weitere EAN. Gibt es eine 100g und eine 200g Tafel Schokolade derselben Marke und Geschmackrichtung, so benötigt beider eine eigene EAN.

Die EAN wird meistens zur Kennzeichnung von Waren, zusammen mit einem entsprechenden Barcode verwendet, der schnell an mit Lasern ausgestatteten Scannerkassen erfasst werden kann und so ein effizientes, schnelles Abkassieren an Supermarkt-Kassen erst möglich macht.

Discounter wie Aldi oder Lidl benutzen für ihre Handelsmarken - das sind Waren, die mit einem eigenen "Markennamen" wie z. B. "Ja!" benannt sind - hauseigene Artikelnummern und Barcodes, die zu den Scannerkassen kompatibel sind, aber selbst verwaltet werden und sparen sich so die Abgaben für die EAN-Zuteilungen.

Eine EAN-Nummer ist mit einer Prüfziffer an letzter Stelle 8 (EAN-8 oder auch EAN-kurz) oder 13 Stellen (normale Länge) lang. EAN-13 sind nach einem bestimmten Muster aufgebaut:
  • 3 Stellen Ländercode: z. B. 400 bis 440 für Deutschland
  • 4 bis 7 Stellen Herstellercode: große Hersteller nur 4 Stellen, kleine Hersteller 7 Stellen; entsprechend größer oder kleiner ist der durch den Hersteller vergebbare Nummernbereich eigener EANs
  • 2 bis 5 Stellen Betriebsnummer, also die Einzel-EANs, die ein Hersteller vergeben kann
  • 1 Stelle Prüfziffer für Fehlererkennung
Die Prüfziffer ist eine Art Quersumme über die anderen Ziffern.

Beschreibung des Algorithmus zur Berechnung der Prüfziffer

Die Ziffern werden, links beginnend, abwechselnd mit 1 und 3 multipliziert und summiert. Die Summe wird ganzzahlig durch 10 dividiert.

Ist der ganzzahlige Rest 0, ist die Prüfziffer 0; ansonsten wird der Rest von 10 subtrahiert und ergibt die Prüfziffer.

Beispiel

Nummer ohne Prüfziffer:400041728000
Prüfziffer:8

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (Decoder / Encoder / Solver-Tool)



Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links