Dreieck Chiffre

Siehe auch:Fenster Chiffre
Herkunft / Verwendung: Als Vorlage für die einzelnen Zeichen der Dreieck-Chiffre dienen Quadrate, die durch zwei Diagonalen in vier Viertel geteilt wurden. Dadurch ergeben sich zahlreiche Dreiecksmuster, die mit den Buchstaben des Alphabets besetzt werden. Die Chiffre lässt sich gut auf kariertem Papier zeichnen.

Die Chiffre wurde bereits 1685 von Johannes Balthasar Friderici in seinem Werk Cryptographia, oder, geheime schrifft- münd- und würckliche Correspondentz : welche lehrmässig vorstellet eine hochschätzbare Kunst verborgene Schriften zu machen und auffzulösen beschrieben.

Eine weitere Erwähnung findet sie im Kapitel Steganographia oder vielmehr Cryptographia, oder Geheim Schreibe-Kunst (ab Seite 45) des Buches Des berühmtes Engelländers Carl Albert Ramsan: Tacheographia, oder: Geschwind-Schreibe-Kunst, Leipzig, 1743.

Übersetzung der Buchstaben / Geheimzeichen


Skizze von Johannes Balthasar Friderici, 1685. Das damalige Alphabet kannte noch keine Zeichen für J und V.


Skizze von Carl Albert Ramsan in Tacheographia, 1743 und wahrscheinlich eine Rezitierung von Friderici.


Umsetzungstabelle, ergänzt durch noch freie Ersetzungszeichen nach selbem Muster für J und V.

Beispiel

Klartext:Beis
piel
klar
text
Kodiert:

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Quellen, Literaturverweise und weiterführende Links

Friderici, Johannes Balthasar: Cryptographia, Rebenlein 1685, S. 214
Carl Albert Ramsan: Tacheographia, oder: Geschwind-Schreibe-Kunst, Leipzig, 1743, S. 46