Basentripletts / Genetischer Code / DNA-Code / Code-Sonne

Herkunft / Verwendung:
Der genetische Code, sozusagen der Code des Lebens, ist definiert durch die Art und Weise, nach der in Nukleinsäuren befindliche Dreiergruppen aufeinanderfolgender Nukleinbasen (Tripletts) in Aminosäuren angeordnet sind.

Diese Basen sind Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Uracil (U) in der RNA (Ribonukleinsäure) bzw. Thymin (T) in der DNA (Desoxyribonukleinsäure).

Drei dieser Basen bilden ein Triplett und eine Reihe dieser Tripletts, aufgereiht in der Doppel-Helix der DNA bestimmen die genetischen Eigenschaften eines Lebewesens.

Eine DNA-Sequenz lässt sich also durch eine endliche Abfolge der Basentripletts bzw. der fünf abkürzenden Buchstaben A, C, G, T und U in der richtigen Reihenfolge beschreiben.

Das heißt, dass man durch Beschreibung der Abfolge der Basentripletts, die sogenannte DNA-Sequenz, die vererblichen Eigenschaften festmachen kann. Da jede DNA ein wenig verschieden ist von jeder anderen, ähnlich wie ein Fingerabdruck, kann man, so die DNA-Sequenz lang genug ist, dadurch einzelne Menschen unterscheiden.

Dies ist auch in der Kriminalistik entscheidend, weil man so feststellen kann, ob eine bestimmte Person an einem bestimmten Ort war oder mit einem bestimmten Subjekt oder Objekt in Berührung gekommen ist, weil man als Täter fast unweigerlich Hautpartikel, Haare oder Körperflüssigkeiten hinterlässt, die alle die eigene DNA enthalten.

Durch Vergleich der DNA zweier Arten von Lebewesen und Herausfinden der prozentualen Gleichheit der DNA-Sequenz kann man auch bestimmen, wie weit diese genetisch miteinander verwandt sind, also zum Beispiel wie nahe der Mensch mit dem Affen oder dem Schwein verwandt ist. Dies ist ein großer Fortschritt auf dem Bereich der biologischen Forschung und Abstammungslehre.

Da bestimmte DNA-Sequenzteile für bestimme erbliche Eigenschaften zuständig sind, kann man diese durch Forschung identifizieren, mittels "Genschere" (CRISPR/Cas-Methode) aus einem Lebewesen heraustrennen und einem anderen Lebewesen einpflanzen, um ihm hoffentlich die gewünschten Eigenschaften zu übertragen. Dadurch können zum Beispiel Getreidesorten gegen bestimmte Schädlinge immunisiert werden, um weniger Chemie (Schädlingsbekämpfungsmittel) einsetzen zu müssen oder einen höheren Ertrag zu erzielen.

Die Anwendung von Genmanipulationen ist aber umstritten, zum einen aus ethischen Bedenken ("Der Mensch soll nicht Gott spielen"), zum anderen, da dieses noch wenig erforschte Gebiet gewisse Gefahren in sich tragen könnte. Eine genmanipulierte Pflanze etwa könnte als Nebenwirkung Giftstoffe produzieren oder ein genmanipuliertes Tier könnte unvorhersehbar aggressiv werden.

Auch Bakterien und Viren tragen DNA in sich. So kann die Gen-Forschung auch zu neuartigen Medikamenten führen, um Bakterien und Viren an der "richtigen Stelle zu packen" und unschädlich zu machen.

Im Dekodier-Werkzeug am Ende dieser Seite können Basentripletts wahlweise in die einstelligen oder dreistelligen Abkürzungen oder die vollen Namen der Aminosäuren umgewandelt werden. Das Encoder-Tool sucht für einen Buchstaben die passende Aminosäure anhand der Abkürzung und gibt dann das Basentriplett aus.

Beschreibung des Basentripletts Codes

Die Umsetzung erfolgt nach folgender Codon-Tabelle: Aminosäure Abk. mögliche Codone Start > AUG Met M AUG Trp W UGG Sec U (UGA) Pyl O (UAG) Tyr Y UAU UAC Phe F UUU UUC Cys C UGU UGC Asn N AAU AAC Asp D GAU GAC Gln Q CAA CAG Glu E GAA GAG His H CAU CAC Lys K AAA AAG Ile I AUU AUC AUA Gly G GGU GGC GGA GGG Ala A GCU GCC GCA GCG Val V GUU GUC GUA GUG Thr T ACU ACC ACA ACG Pro P CCU CCC CCA CCG Leu L CUU CUC CUA CUG UUA UUG Ser S UCU UCC UCA UCG AGU AGC Arg R CGU CGC CGA CGG AGA AGG Stop < UAA UAG UGA Die Code-Sonne wird von innen nach außen gelesen und zeigt die möglichen Tripletts auf.

Pseudo-DNA-Code

Es existiert eine weitere Kodierungsvariante, die allerdings komplett willkürliche Zuordnungen zu den Buchstaben eines Textes vornimmt und nichts mit den biologischen Vorgängen zu tun hat. Sie wird vielmehr bei Rätseln und Geocaching Mysterys benutzt.

Gemeinsamkeit ist lediglich der Zeichenvorrat aus den Buchstaben A, C, G und T. Dann werden jeweils einem zu kodierenden Buchstaben aus der Menge A-Z, a-z, 0-9, Leerzeichen und Punkt drei Buchstaben aus der Menge A, C, G, T (Abkürzungen Basentripletts) zugeordnet.

Das Benutzen von 3 Buchstaben pro Ursprungszeichen aus dem vierstelligen Zeichenvorrat ACGT ergibt 4 x 4 x 4, gleich 64 Kombinationsmöglichkeiten, die mit 26 Kleinbuchstaben, 26 Großbuchstaben, 10 Ziffern, dem Leerzeichen und dem Punkt voll ausgeschöpft werden.

Die Reihenfolge der Zuteilung ist dabei aufsteigend von AAA bis TTT auf die Bereiche A-Z, dann a-z, dann 0-9. Mit zwei Ausnahmen: Zwischen N und O wird das Leerzeichen (ATG) und zwischen s und t wird der Punkt (GTG) eingeschoben.

Beispiel

Klartext:Beispielklartext
Kodiert als 3-stellige Basentripletts:CCG GAG AUA UCG CCG AUA GAG CUA AAG CUA GCA CGA ACC GAG UAC ACC
Kodiert als Pseudo-DNA-Code:AAC CTT GAT GTC GGG GAT CTT GCG GCC GCG CGT GTA GTT CTT TAT GTT
B e i s p i e l k l a r t e x t <-- Klartext CCG GAG AUA UCG CCG AUA GAG CUA AAG CUA GCA CGA ACC GAG UAC ACC <-- Triplett-Code* P E I S P I E L K L A R T E Y T <-- Dekodierung *Da es für 'B' und 'X' keine übereinstimmenden Abkürzungen gibt, wurden ähnliche gewählt.

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (DeCoder / Encoder / Solver-Tool)