Pophams optischer Masten-Telegraf

Kategorisierung:Kodierungen / symbolbasiert
Siehe auch:Murray Klappentelegraph, Preußischer-Optischer-Telegraph, Jenks Arm-Telegrafie, Pasleys optischer Masten-Telegraf
Herkunft / Verwendung: Sir Home Riggs Popham (1762-1820) entwickelte 1815 einen Masten-Telegraf, bei den zwei Semaphoren-Arme an zwei Drehpunkten eines Mastes befestigt waren. Diese wurden in 45°-Winkelabständen zur Mastvertikalen eingestellt, um so bis zu 48 Stellungen zu bilden, die Buchstaben und Zahlen repräsentierten.

Die Master hatten den Vorteil, dass sie beweglich waren - man konnte sie komplett einemal im Kreis drehen. So konnten sie z. B. auch dazu benutzt werden, vom Land Schiffen zu telegrafieren, wobei der Mast langsam gedreht wurde, immer in Sichtrichtung des Schiffes bleibend. Bei einem starren System würde der Sichtwinkel bei Fahrt stetig schlechter werden, bis schließlich nichts mehr sicher zu erkennen wäre.

Die Masten waren ungefähr 9 Meter hoch und die hölzernen Signalarme hatten eine Länge von 3,5 Metern, jeweils auf 4 Meter und an der Spitze des Mastens angebracht. In Ruhestellung hingen die Arme parallel zum Masten herunter und waren nicht zu sehen.1

Die Signalmasten fanden die Zustimmung der Admiralität und lösten die Murray Klappentelegrafen ab. Das System wurde bis 1827 eingesetzt und dann vom System von Pasley mit zwei Armen an nur einem Achspunkt abgelöst.

Spezifikation des Codes

Beispiel

Klartext:Beispielklartext
Kodiert:

Code / Chiffre online dekodieren / entschlüsseln bzw. kodieren / verschlüsseln (DeCoder / Encoder / Solver-Tool)



Quellen und weiterführende Links

1 Wrixon, Fred B.: Codes, Chiffren & andere Geheimsprachen, Könemann Verlag 2000, S. 446